Anzeige

Anzeige

Grippe (Influenza): Vorbeugen

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (29. August 2016)

Einer Grippe (Influenza) können Sie am besten vorbeugen, indem Sie sich impfen lassen: Der optimale Zeitpunkt für die Grippeschutzimpfung liegt vor Beginn der Grippesaison – also im Zeitraum von Oktober bis November.

Mit der Impfung gegen Grippe können gesunde Menschen unter 60 Jahren das Erkrankungsrisiko deutlich senken oder aber zumindest erreichen, dass die Influenza bei ihnen milde und komplikationsarm verläuft. Bei Menschen höheren Alters hingegen ist die Schutzwirkung geringer. Trotzdem ist es auch – oder gerade – für über 60-Jährige wichtig, sich jedes Jahr gegen Grippe impfen zu lassen, um das Risiko für eine schwere Grippeerkrankung gering zu halten.

Die Impfung gegen Grippe jährlich erneuern zu lassen ist deshalb ratsam, da die Grippeviren ständig ihre Struktur ändern und Sie deshalb trotz Impfung in der nächsten Grippesaison nicht mehr ausreichend geschützt sind. Die empfohlenen Impfstoffe enthalten eine Mischung, die gegen verschiedene Grippeviren wirksam sind. Die Grippeimpfung kann aber nur der Influenza vorbeugen: Ein grippaler Infekt (Erkältung) lässt sich mit einem Grippeimpfstoff nicht verhindern.

Für folgende Personengruppen gilt die vorbeugende Impfung gegen Grippe als besonders empfehlenswert:

  • für Personen über 60 Jahre
  • für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (bei erhöhter Gesundheitsgefahr wegen einer anderen Grunderkrankung ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel)
  • für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung infolge eines Grundleidens wie chronische Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lebererkrankungen und Nierenerkrankungen, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, chronischen neurologischen Erkrankungen wie multiple Sklerose, Immunschwäche, HIV-Infektion
  • für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • für Menschen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, zum Beispiel medizinisches Personal oder Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • für jeden, der Menschen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko betreut und diese so im Fall einer Infektion anstecken könnte,
  • für Menschen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln (schützt zwar nicht vor der Vogelgrippe, kann aber einer gleichzeitigen Infektion durch menschliche Grippeviren und Vogelgrippeviren vorbeugen)
  • für jeden, wenn (aufgrund von Erfahrungen in anderen Ländern) eine Grippeepidemie oder ein neuer Virustyp zu erwarten ist und hierfür schon ein Grippeimpfstoff zur Verfügung steht

In einigen Fällen kommen auch sogenannte Neuraminidasehemmer vorbeugend gegen Grippe zum Einsatz: Manche Ärzte halten eine Behandlung mit diesen Medikamenten zum Beispiel für sinnvoll, wenn wegen einer Vorerkrankung eine Schutzimpfung nicht möglich ist oder wenn (z.B. wegen eines geschwächten Immunsystems) nur ein geringer Impfschutz gegen Influenza besteht.

Auch für bestimmte Personengruppen (wie medizinisches Personal) können diese Wirkstoffe in Betracht kommen – zum Beispiel wenn ein wirksamer Impfstoff gegen ein neues Grippevirus (noch) fehlt. Allerdings ist die vorbeugende Wirkung von Neuraminidasehemmern umstritten: Dass zum Beispiel Oseltamivir das Ansteckungsrisiko für Grippe senkt, ist nicht sicher nachgewiesen. Um der Virusgrippe vorzubeugen, ist daher die Grippeimpfung die Maßnahme der ersten Wahl.

Wenn Sie schon eine Grippe haben, können Sie ihrer Ausbreitung vorbeugen, indem Sie eine Ansteckung Ihrer Mitmenschen und somit neue Grippefälle vermeiden. Dazu ist es wichtig, dass Sie:

  • beim Niesen und Husten Ihre Nase und Ihren Mund bedecken (dabei nicht in die nackte Hand husten oder niesen, sondern z.B. in die Armbeuge),
  • sich regelmäßig die Hände waschen,
  • statt Stofftaschentüchern Papiertaschentücher verwenden und
  • benutzte Einweg-Papiertaschentücher direkt entsorgen.

Pneumokokken-Schutzimpfung

Neben der Impfung gegen Grippe (Influenza) ist für bestimmte Personengruppen eine Pneumokokken-Schutzimpfung empfehlenswert, die einer Lungenentzündung durch Pneumokokken wirksam vorbeugen kann. Die Pneumokokken-Schutzimpfung ist wichtig für:

  • Menschen ab dem 60. Lebensjahr
  • Säuglinge bis zum 24. Lebensmonat
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer schweren Grunderkrankung

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst

Anzeige