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Grippe (Influenza): Vorbeugen

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (25. September 2013)

Einer Grippe (Influenza) können Sie am besten vorbeugen, indem Sie sich impfen lassen: Der optimale Zeitpunkt für die Grippeschutzimpfung liegt vor Beginn der Grippesaison – also im Zeitraum von Oktober bis November. Mit der Impfung gegen Grippe können gesunde Menschen unter 60 Jahren einer Erkrankung zu 90 Prozent wirksam vorbeugen oder aber zumindest einen milden, komplikationsarmen Verlauf der Influenza erreichen. Bei Menschen höheren Alters ist die Schutzwirkung allerdings geringer. Trotzdem ist es gerade für über 60-Jährige wichtig, sich jedes Jahr gegen Grippe impfen zu lassen, um das Risiko für eine schwer verlaufende Grippeerkrankung gering zu halten.

Da die Influenzaviren ständig ihre Struktur ändern und Sie deshalb in der nächsten Grippesaison nicht mehr ausreichend geschützt sind, ist es ratsam, die Grippeimpfung jährlich erneuern zu lassen. Die empfohlenen Impfstoffe stellen eine Mischung dar, die gegen verschiedene Grippeviren wirksam sind. Der aktuelle Impfstoff gegen Grippe enthält auch Teile des Schweinegrippe-Virus und kann deshalb auch vor der Schweinegrippe (bzw. Neue Grippe) schützen. Die Impfung kann aber nur der Grippe vorbeugen: Ein grippaler Infekt (Erkältung) lässt sich durch eine Grippeschutzimpfung allerdings nicht verhindern.

Für folgende Personengruppen gilt die vorbeugende Impfung gegen Grippe als besonders empfehlenswert:

  • für Personen über 60 Jahre
  • für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (bei erhöhter Gesundheitsgefahr wegen einer anderen Grunderkrankung ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel)
  • für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung infolge eines Grundleidens wie chronische Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, chronischen neurologischen Erkrankungen wie multiple Sklerose, Immunschwäche, HIV-Infektion
  • für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • für Menschen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, zum Beispiel medizinisches Personal oder Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • für jeden, der Menschen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko betreut und diese so im Fall einer Infektion anstecken könnte,
  • für Menschen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln (schützt zwar nicht vor der Vogelgrippe, kann aber einer gleichzeitigen Infektion durch menschliche Grippeviren und Vogelgrippeviren vorbeugen)
  • für jeden, wenn (aufgrund von Erfahrungen in anderen Ländern) eine Grippeepidemie oder ein neuer Virustyp zu erwarten ist und hierfür schon ein Impfstoff zur Verfügung steht

In einigen Fällen kommt auch eine Influenza-Prophylaxe mit Neuraminidasehemmern zum Einsatz: Manche Ärzte halten eine vorbeugende Behandlung mit diesen Medikamenten zum Beispiel für sinnvoll, wenn wegen einer Vorerkrankung eine Schutzimpfung nicht möglich ist oder wenn (z.B. wegen eines geschwächten Immunsystems) nur ein geringer Impfschutz besteht. Auch für bestimmte Personengruppen (wie medizinisches Personal) kann – wenn zum Beispiel ein wirksamer Impfstoff gegen ein neues Grippevirus (noch) fehlt – diese Prophylaxe-Maßnahme in Betracht kommen. Allerdings ist die vorbeugende Wirkung von Neuraminidasehemmern umstritten: Dass zum Beispiel Oseltamivir das Ansteckungsrisiko für Grippe senkt, ist nicht sicher nachgewiesen. Zum Vorbeugen der Virusgrippe ist daher die Impfung die Maßnahme der ersten Wahl.

Wenn Sie schon eine Grippe haben, können Sie ihrer Ausbreitung vorbeugen, indem Sie eine Ansteckung Ihrer Mitmenschen und somit neue Grippefälle vermeiden. Dazu ist es wichtig, dass Sie:

  • beim Niesen und Husten Ihre Nase und Ihren Mund bedecken (dabei nicht in die nackte Hand husten oder niesen, sondern z.B. in die Armbeuge),
  • sich regelmäßig die Hände waschen,
  • statt Stofftaschentüchern Papiertaschentücher verwenden und
  • benutzte Einweg-Papiertaschentücher direkt entsorgen.

Pneumokokken-Schutzimpfung

Neben der Impfung gegen Grippe (Influenza) ist für bestimmte Personengruppen eine Pneumokokken-Schutzimpfung empfehlenswert, die einer Lungenentzündung durch Pneumokokken wirksam vorbeugen kann. Die Pneumokokken-Schutzimpfung ist wichtig für:

  • Menschen ab dem 60. Lebensjahr
  • Säuglinge bis zum 24. Lebensmonat
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer schweren Grunderkrankung





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