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Grippe (Influenza)

Grippe: Verlauf

(Stand: 31. Dezember 2008)

Der Verlauf einer Grippe (Influenza) kann sehr unterschiedlich sein: Es sind milde bis hin zu schwerwiegenden Verläufen mit tödlichen Ausgang möglich. Meist treten die ersten Beschwerden einer Grippe ein bis fünf Tage nach der Infektion mit dem Grippe-Virus auf. Häufig ist das erste Anzeichen einer Grippe ein plötzliches und hohes Fieber. In den überwiegenden Fällen sind die Betroffenen nach etwa sechs Tagen wieder fieberfrei. Der gleichzeitig auftretende Husten, Schnupfen (Rhinitis) und ein allgemeines Schwächegefühl können jedoch noch ein bis zwei Wochen länger andauern.

Infolge der Schleimhautschädigung können sich bakterielle Zweitinfektionen (Superinfektionen) entwickeln, in deren Folge es unter Umständen zu Komplikationen und Todesfällen kommen kann. Gelingt es, diese bei rechtzeitiger Therapie zu vermeiden, ist eine unkomplizierte Grippe nach etwa ein bis zwei Wochen ausgestanden.

Im Vergleich zur Gesamtzahl der von Grippe Betroffenen ist der Anteil der tödlich verlaufenden Grippe eher gering. Dennoch sollte eine Grippe nie als harmlos angesehen werden.

Komplikationen

Bei einer Grippe (Influenza) entwickeln sich Komplikationen größtenteils dann, wenn im Verlauf der Grippe bakterielle Zweitinfektionen hinzukommen. Diese treten bei einer Grippe relativ häufig auf, vor allem durch Bakterien wie Haemophilus influenzae, Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken. Nachfolgend kommt es zu Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen oder Entzündungen des Herzmuskels. So können durch eine gleichzeitig auftretenden Lungenentzündung beispielsweise Lungenabszesse entstehen. Daneben können schwere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems auftreten, wie Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Lungenödem, ein Kreislaufschock oder eine lebensbedrohliche Gehirnentzündung (Enzephalitis). Welche Auswirkungen Zweitinfektionen haben, hängt in starkem Maße vom Gesundheitszustand der Betroffenen ab. Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Menschen mit Immunschwäche oder chronischen Atemwegserkrankungen sind besonders gefährdet.

Weiterlesen: Grippe: Vorbeugen

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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