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Grippe (Influenza): Antibiotika

Veröffentlicht von: Till von Bracht (01. September 2014)

Bei virusbedingten, akuten Atemwegsinfektionen wie der Grippe (Influenza) ist eine Therapie mit Antibiotika nur von geringem oder völlig ohne Nutzen. Liegt neben der Virusgrippe allerdings zusätzlich eine bakterielle Infektion (sog. Zweitinfektion oder Superinfektion) vor, ist es notwendig, diese entsprechende mit Antibiotika zu behandeln. Vor allem wenn im Verlauf der Grippe Komplikationen wie eine bakterielle Lungenentzündung auftreten, macht dies eine unverzügliche Behandlung mit Antibiotika nötig.

Sonstige Medikamente

Bei einer leicht verlaufenden Grippe können Sie zur Therapie auf Mittel gegen Viren oder sonstige verschreibungspflichtige Medikamente verzichten und auf andere Mittel zurückgreifen: So können Sie die Symptome der Grippe durch schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente (z.B. Mittel, die Acetylsalicylsäure enthalten) behandeln. Neben den Schmerzmitteln können je nach Symptomatik auch Hustensäfte und Nasentropfen sinnvoll sein. Außerdem helfen bei Grippe auch allgemeine Maßnahmen (Hausmittel), gegen die Beschwerden vorzugehen.

Behandlung bei Kindern

Die bei Erwachsenen gegen Grippe (Influenza) eingesetzte Therapie unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von der Behandlung bei Kindern: Kinder mit Virus-Infekten wie einer Grippe dürfen keinesfalls Salicylate (wie ASS o.Ä.) erhalten, da sie hierdurch ein Reye-Syndrom entwickeln können.

Das Reye-Syndrom ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, in deren Verlauf es zu diffusen Hirn- und Leberschäden kommt. Während man die Erkrankung im Frühstadium noch heilen kann, führt sie voll entwickelt in etwa 70 Prozent der Fälle zum Tod. Wenn Ihre Kinder dauerhaft Salicylate einnehmen, ist es deshalb wichtig, dass Sie sie regelmäßig gegen Grippe impfen lassen.

Allgemeine Empfehlungen

Bei einer Grippe (Influenza) können Sie die Therapie unterstützen, indem Sie ein paar allgemeine Empfehlungen beachten: So sind in der akuten Phase der Grippe zusätzlich zur medikamentösen Behandlung dringend einige Tage Bettruhe ratsam. Auch nach der akuten Erkrankungsphase ist es wichtig, sich körperlich zu schonen (das bedeutet v.a., dass Sie die Grippe völlig auskurieren, bevor Sie wieder Sport treiben).

Ein bei Grippe hilfreiches Hausmittel besteht darin, mit Kamille oder Salzlösungen zu inhalieren – dies ist gut für die Atemwege. Durch Gurgeln und heiße Getränke können Sie eine mögliche Rachenentzündung (Pharyngitis) lindern. Bei Entzündungen und vor allem bei Fieber ist es wichtig, dass Sie ausreichend trinken (pro Tag mindestens zwei bis drei Liter Wasser, Früchtetee oder Fruchtsäfte), da der Körper während der Krankheit viel Flüssigkeit verliert. Weitere allgemeine Empfehlungen bei Influenza lauten, auf Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee zu verzichten.






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