Startseite > Krankheiten > Grippe (Influenza) > Diagnose
Stand: 16. Januar 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Grippe (Influenza) erfolgt die Diagnose anhand einer körperlichen Untersuchung und der Angaben der Betroffenen (sog. Anamnese). Dabei stellt der Arzt zunächst fest, ob eine echte Grippe oder eine gewöhnliche Erkältung (grippaler Infekt) vorliegt: Im Gegensatz zur Erkältung beginnt die echte Grippe sehr plötzlich, wobei mehrere Symptome gleichzeitig und intensiver auftreten als bei einer Erkältung. Mindestens zwei der vier Kriterien – akuter Beginn, Husten, Fieber und Schmerzen – sprechen für eine Grippe.
Ist bekannt, dass sich Grippeviren in der Region ausbreiten beziehungsweise dass eine Grippewelle grassiert, erhöht dies die Sicherheit der Grippe-Diagnose. In dem Fall ist unter Umständen eine sofortige Behandlung ratsam, die auf die Ursachen der Grippe abzielt, ohne weitere Untersuchungsergebnisse abzuwarten. Bei bisher unkompliziertem Verlauf der Influenza kann man auf eine Labordiagnostik verzichten. Nur wenn Anzeichen für eine schwere Erkrankung vorliegen oder Komplikationen auftreten, sind Laboruntersuchungen notwendig.
Ist der Krankheitsverlauf ungewöhnlich lang, sind Lungenerkrankungen im Vorfeld bekannt oder besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung (Pneumonie), sind eine Röntgenaufnahme vom Brustkorb und eine Blutabnahme für die Laboruntersuchungen diagnostisch hilfreich. Nur in Ausnahmefällen (z.B. bei vorbestehender Lungenerkrankung) ist es nötig, den Speichel der Betroffenen bei Verdacht auf eine Erkältung oder bei einer möglichen Grippe zu untersuchen. Um bei der Diagnose abzuklären, ob eine andere Krankheit der Atemwege vorliegt, kann außerdem eine Lungenfunktionsprüfung, eine Bronchoskopie oder Computertomographie zum Einsatz kommen.
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