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Grippe (Influenza): Diagnose

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (25. September 2013)

Bei einer Grippe (Influenza) erfolgt die Diagnose anhand einer körperlichen Untersuchung und der Angaben der Betroffenen (sog. Anamnese). Dabei stellt der Arzt zunächst fest, ob eine echte Grippe oder eine gewöhnliche Erkältung (grippaler Infekt) vorliegt: Im Gegensatz zur Erkältung beginnt die echte Grippe sehr plötzlich, wobei mehrere Symptome gleichzeitig und intensiver auftreten als bei einer Erkältung. Mindestens zwei der vier Kriterien – akuter Beginn, Husten, Fieber und Schmerzen – sprechen für eine Virusgrippe.

Ist bekannt, dass sich Grippeviren in der Region ausbreiten beziehungsweise dass eine Grippewelle grassiert, erhöht dies die Sicherheit der Grippe-Diagnose: In dem Fall kann man in den meisten Fällen auf eine Labordiagnostik verzichten. Verläuft die Influenza jedoch schwer oder besteht (z.B. wegen einer Grunderkrankung) ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, sind Laboruntersuchungen sinnvoll. Außerdem kann dann eine sofortige Behandlung ratsam sein, die auf die Ursachen der Grippe abzielt, ohne erst die weiteren Untersuchungsergebnisse abzuwarten.

Für die Laboruntersuchungen ist eine Blutprobe nötig. In Ausnahmefällen (z.B. bei vorbestehender Lungenerkrankung) lässt der Arzt bei der Grippe-Diagnose auch den Speichel der Betroffenen untersuchen. Besteht die Influenza schon ungewöhnlich lange, sind Lungenerkrankungen im Vorfeld bekannt oder besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung (Pneumonie), ist außerdem eine Röntgenaufnahme vom Brustkorb diagnostisch hilfreich. Um abzuklären, ob eine andere Krankheit der Atemwege vorliegt, kann außerdem eine Lungenfunktionsprüfung, eine Bronchoskopie oder Computertomographie zum Einsatz kommen.






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