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Grippe (Influenza): Diagnose

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (28. Mai 2015)

Bei einer Grippe (Influenza) sind für die Diagnose eine körperliche Untersuchung und die Angaben der Betroffenen (sog. Anamnese) hinweisgebend. Dabei stellt der Arzt zunächst fest, ob eine echte Grippe oder eine gewöhnliche Erkältung (grippaler Infekt) vorliegt: Im Gegensatz zur Erkältung beginnt die echte Grippe sehr plötzlich, wobei mehrere Symptome gleichzeitig und intensiver auftreten als bei einer Erkältung. Mindestens zwei der vier Kriterien sprechen für eine Virusgrippe:

Ist bekannt, dass sich Grippeviren in der Region ausbreiten beziehungsweise dass eine Grippewelle grassiert, kann der Arzt die Grippe in den meisten Fällen ohne Labordiagnostik recht sicher diagnostizieren. Wenn die Influenza allerdings schwer verläuft oder (z.B. wegen einer Grunderkrankung) ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht, sind Laboruntersuchungen sinnvoll. Außerdem kann dann eine sofortige Behandlung ratsam sein, die auf die Ursachen der Grippe abzielt, ohne erst die weiteren Untersuchungsergebnisse abzuwarten.

Für die Laboruntersuchungen ist eine Blutprobe nötig. In Ausnahmefällen (z.B. bei vorbestehender Lungenerkrankung) lässt der Arzt bei einer Grippe auch den Speichel der Betroffenen untersuchen. Dauert die Influenza schon ungewöhnlich lange, sind Lungenerkrankungen im Vorfeld bekannt oder besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung (Pneumonie), ist außerdem eine Röntgenaufnahme vom Brustkorb diagnostisch hilfreich. Um abzuklären, ob eine andere Krankheit der Atemwege vorliegt, kann außerdem eine Lungenfunktionsprüfung, eine Bronchoskopie oder Computertomographie zum Einsatz kommen.



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