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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein Astrozytom ist ein Hirntumor, der aus bestimmten Zellen des Stützgewebes des Gehirns entsteht, den sogenannten Astrozyten. Der Fachbegriff für dieses Stützgewebes lautet Glia. Tumoren des Stützgewebes in Gehirn oder Rückmark heißen darum auch Gliome. Astrozytome zählen demnach zu den Gliomen.
Je nach Beschaffenheit der Tumorzellen unterscheidet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vier Grade von Gliomen. Je höher der WHO-Grad ist, desto weniger ähneln die Tumorzellen gesunden Gliazellen. Aus dieser Gradeinteilung ergeben sich die geeigneten Behandlungsmöglichkeiten und auch die Prognose. Der Tumor mit dem höchsten Grad, das Glioblastom, ist das bösartigste Gliom und hat eine ungünstige Prognose. Beim pilozytischen Astrozytom hingegen ermöglicht die Tumorentfernung die komplette Heilung – und Patienten mit niedriggradigen Astrozytomen überleben häufig die Erkrankung über Jahre.
An einem Astrozytom erkranken vor allem Männer im mittleren und höheren Lebensalter. Krampfanfälle (epileptische Anfälle) und Anzeichen erhöhten Hirndrucks (Übelkeit, Erbrechen, etc.) sind häufige Beschwerden. Wenn sich der Tumor ausbreitet und dabei die Nervenbahnen in Gehirn oder Rückenmark quetscht, kann es dazu auch zu neurologischen Ausfallerscheinungen (z.B. Lähmungen) kommen.
Beim Astrozytom und auch beim Glioblastom spielen bei der Diagnose neben der Befragung des Erkrankten und der gründlichen Untersuchung auch die sogenannten bildgebenden Verfahren wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes eine entscheidende Rolle.
Bei einem Astrozytom liegt das Ziel der Therapie darin, den Tumor möglichst komplett zu entfernen oder – wenn dies nicht möglich ist – zumindest die Tumormasse zu verkleinern. Bei der Therapie von Astrozytom oder Glioblastom können dazu eine Operation, Strahlenbehandlung oder Chemotherapie notwendig sein. Das jeweilige Vorgehen richtet sich nach der WHO-Gradeinteilung und zusätzlichen Faktoren wie dem körperlichen Allgemeinbefinden, dem Alter oder bestehenden Symptomen.
Allgemeine Maßnahmen, die einem Astrozytom oder einem Glioblastom vorbeugen, sind derzeit nicht bekannt.
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