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Glioblastom, Astrozytom

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Januar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ein Glioblastom ist, wie auch das Astrozytom, ein Hirntumor, der aus bestimmten Zellen des Stützgewebes des Gehirns entsteht. Der Fachbegriff für dieses Stützgewebe lautet Glia. Tumoren des Stützgewebes in Gehirn oder Rückenmark heißen darum auch Gliome. Sowohl Astrozytom als auch Glioblastom zählen demnach zu den Gliomen.

Je nach Beschaffenheit der Tumorzellen unterscheidet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vier Grade von Gliomen. Je höher der WHO-Grad ist, desto stärker unterscheiden sich die Tumorzellen von den gesunden Gliazellen. Das bedeutet, dass mit steigendem Grad auch der Tumor bösartiger ist. Aus dieser Gradeinteilung ergeben sich die geeigneten Behandlungsmöglichkeiten und auch die Prognose.

Der Tumor mit dem höchsten Grad ist das Glioblastom. Das Glioblastom ist das bösartigste Gliom und hat eine ungünstige Prognose. Es ist der häufigste Hirntumor bei Erwachsenen. Ein pilozytisches Astrozytom (WHO-Grad I) hingegen lässt sich durch eine operative Entfernung vollständig heilen. Patienten mit niedriggradigen Astrozytomen überleben die Erkrankung häufig über Jahre.

An einem Astrozytom erkranken vor allem Männer im mittleren und höheren Lebensalter. Dies gilt auch für das Glioblastom, an dem vor allem Männer im Alter zwischen 45 und 75 Jahren erkranken. Häufige Beschwerden sind:

  • Krampfanfälle (epileptische Anfälle)
  • Anzeichen erhöhten Hirndrucks (u.a.):

Wenn sich der Tumor ausbreitet und dabei die Nervenbahnen in Gehirn oder Rückenmark abdrückt, kann es außerdem zu neurologischen Ausfallerscheinungen wie Lähmungen kommen.

Beim Astrozytom wie auch beim Glioblastom spielen bei der Diagnose vor allem die sogenannten bildgebenden Verfahren wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes eine entscheidende Rolle.

Bei der Behandlung eines Astrozytoms ist das Ziel, den Tumor möglichst komplett zu entfernen oder – wenn dies nicht möglich ist – zumindest die Größe des Tumors zu verringern. Bei der Therapie von Astrozytom oder Glioblastom können dazu ein oder mehrere Behandlungswege notwendig sein:

Das jeweilige Vorgehen richtet sich nach der WHO-Gradeinteilung und zusätzlichen Faktoren wie dem körperlichen Allgemeinbefinden, dem Alter der betroffenen Person und bestehenden Symptomen.

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