Glioblastom, Astrozytom: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Januar 2016)

Bei Hirntumoren wie dem Astrozytom und dem Glioblastom hängt der Verlauf der Erkrankung vom jeweiligen Tumor-Grad ab:

Pilozytische Astrozytome (Grad I) wachsen meist langsam. Sie sind gutartige Geschwulste und wandeln sich selten in bösartige Formen um. Ihre Prognose ist günstig. Meist sitzen sie im Kleinhirn oder im Verlauf der Sehbahn.

Auch Grad-II-Tumoren wachsen in der Regel langsam. Sie sind oft gut vom gesunden Gewebe abgrenzbar und wachsen entlang vorhandener Gewebestrukturen wie Lymph- oder Blutgefäßen. Prognostisch ungünstiger sind Varianten, die nicht eindeutig abgrenzbar (diffus) in das umgebende Gewebe einwachsen.

Höhergradige Astrozytome (Grad III und IV), zu denen auch das Glioblastom gehört, haben einen bösartigen Verlauf und ihre Prognose ist ungünstig. Sie wachsen sehr rasch und dringen schnell ins Nachbargewebe ein. Dadurch lassen sich diese Tumoren nicht mehr von der gesunden Umgebung abgrenzen – ein komplettes operatives Entfernen ist meist nicht möglich.

Die Prognose jeder Tumorerkrankung hängt stets von vielen Faktoren ab. Grad-I-Gliome, wie das pilozytische Astrozytom, lassen sich durch eine operative Entfernung oft komplett heilen. Patienten mit niedriggradigen Astrozytomen überleben häufig die Erkrankung über mehrere Jahre. Bei den bösartigsten Gliomen, etwa dem Glioblastom, ist die Prognose allerdings deutlich schlechter. Dank der modernen Chemotherapie hat sich die Überlebenszeit nach der Diagnose bei vielen Patienten erhöht.


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