Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Gicht: Verlauf

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (29. Juli 2014)

Die Gicht nimmt in der Regel einen positiven Verlauf ohne Komplikationen, wenn man den Harnsäurespiegel frühzeitig senkt und stabilisiert. Ohne Behandlung kann sich die Gicht jedoch nach einem akuten Gichtanfall zu einer chronischen Erkrankung entwickeln.

Mediziner unterscheiden zwischen mehreren Krankheitsphasen, wobei dem akuten Anfall oft einer lange Zeit ohne Beschwerden vorausgeht:

  • akuter Gichtanfall
  • interkritische Phase
  • chronische Gicht

Asymptomatische Phase

Gicht verläuft zunächst symptomfrei: Diese asymptomatische Phase der Gicht ist durch eine oft über Jahre und Jahrzehnte leicht erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut (Hyperurikämie) gekennzeichnet, von der keinerlei Beschwerden ausgehen. Im weiteren Verlauf nimmt die Wahrscheinlichkeit für einen Gichtanfall jedoch mit steigendem Harnsäurespiegel im Blut zu.

Akuter Gichtanfall

Wenn sich im Verlauf zu viel Harnsäure im Gewebe ablagert, entsteht ein akuter Gichtanfall. In über 90 Prozent der Fälle liegt nachweislich eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut vor. Nachdem der akute Gichtanfall abgeklungen ist, folgt meist die sogenannte interkritische Phase der Gicht, die ohne Beschwerden verläuft.

Interkritische Phase

Zwischen zwei akuten Gichtanfällen nimmt die Gicht einen beschwerdefreien Verlauf: Diese Zeitspanne bezeichnet man als interkritische Phase. Sie kann Monate bis Jahre andauern. Je länger die Gicht unbehandelt fortbesteht, desto mehr verkürzt sich die symptomfreie Zeit jedoch, bis schließlich das letzte Stadium der Gicht erreicht ist. Zunehmend treten auch in den Zwischenzeiträumen Schmerzen auf.

Chronisch verlaufende Gicht

Die Gicht kann bei später Diagnose oder unzureichender Behandlung in einen chronischen Verlauf übergehen. Dies geschieht jedoch sehr selten. Die chronisch verlaufende Gicht ist gekennzeichnet durch ständige Schmerzen und bleibende Gelenkveränderungen, die zunehmend Beschwerden bereiten.

An den Sehnenansätzen in der Nähe der Gelenke, vor allem an Ellenbogen, Händen und Füßen, bilden sich häufig sogenannte Gichtknoten (Gichttophi). Dies sind schmerzlose, harte Knötchen unter der Haut, die eine Größe von bis zu einem Zentimeter erreichen.

Komplikationen

Eine Gicht kann im weiteren Verlauf zu verschiedenen Komplikationen führen: Neben ausgeprägten Gelenkschäden (Arthritis urica) können Nierensteine entstehen. Durch die Ablagerung von Harnsäure in den Nieren und den damit verbundenen Entzündungsreaktionen können die Nieren versagen (sog. chronische Gichtniere).






Anzeige