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Gicht: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Juli 2013)

Bei Gicht ist eine frühzeitige Therapie in jedem Fall empfehlenswert – auch wenn die ersten Symptome schon wieder von selbst verschwunden sind. Der Grund: Gicht kann ohne Behandlung auf Dauer die Gelenke (sog. Arthritis urica) und auch innere Organe schädigen.

Die Gicht-Therapie zielt darauf ab, Ihren erhöhten Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie) zu senken und Ihre Beschwerden zu lindern. Dabei gliedert sich die Behandlung in anfängliche (initiale) und dauerhafte Maßnahmen: Die anfängliche Gicht-Behandlung dient dazu, den akuten Gichtanfall zu unterbrechen und die Schmerzen zu lindern. Die Dauertherapie soll verhindern, dass die Gicht chronisch verläuft. Die richtige Ernährung spielt dabei eine besonders wichtige Rolle (Diät-Therapie).

Initiale Behandlung

Wenn Ihr Harnsäurespiegel bei Gicht so steigt, dass Sie einen Gichtanfall bekommen, kann eine schnelle Therapie Ihre akuten Beschwerden lindern. Für diese anfängliche (initiale) Gicht-Behandlung stehen folgende Medikamente zur Verfügung:

  • Kortisolfreie (nicht-steroidale) Antirheumatika (NSAR): Meist setzen Ärzte als initiale Gicht-Behandlung entzündungshemmend wirkende NSAR (wie Indometacin oder Diclofenac) ein, um die Schmerzen bei einem Gichtanfall zu lindern.
  • Kortisolhaltige (steroidale) Glukokortikoide: Diese Mittel (z.B. Prednisolon) bieten sich bei einem Gichtanfall für die initiale Gicht-Behandlung an, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist.
  • Colchicin: Bei einem akuten Gichtanfall ist auch Colchicin ein sehr wirksames Mittel gegen die Gelenkschmerzen. Anders als früher kommt Colchicin aufgrund seiner Nebenwirkungen heutzutage jedoch kaum noch als initiale Gicht-Behandlung zum Einsatz.

Acetylsalicylsäure ist hingegen nicht für die initiale Gicht-Behandlung geeignet – im Gegenteil: Wenn Sie dieses Mittel gegen Schmerzen bei Gicht einnehmen, können Sie Ihren Harnsäurespiegel im Blut erhöhen und so Gichtanfälle zusätzlich fördern. Gleiches gilt im Übrigen auch für bestimmte andere Medikamente – wie zum Beispiel für Abführmittel, wassertreibende Mittel (sog. Diuretika) oder Krebsmedikamente – sowie für Alkohol.

Die gegen einen akuten Gichtanfall eingesetzten Mittel lindern die Beschwerden – allerdings ohne den Harnsäurespiegel im Blut zu senken. Um die initiale Gicht-Behandlung zu unterstützen, können Sie die entzündeten Gelenke mit Umschlägen kühlen und Beine beziehungsweise Arme ruhig lagern. Außerdem ist es zur anfänglichen Gicht-Therapie wichtig, dass Sie viel trinken, dabei aber auf Alkohol verzichten.






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