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GichtGicht: SymptomeStand: 2. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Gicht verläuft in der ersten Zeit ohne Symptome. Diese sogenannte asymptomatische Phase der Gicht kann Jahre bis Jahrzehnte andauern. Während dieser Zeit steigt zunächst der Harnsäurespiegel im Blut an – es entsteht eine sogenannte Hyperurikämie. Akuter GichtanfallErst wenn bei der Gicht die Harnsäurekonzentration einen kritischen Wert erreicht, bilden sich Harnsäurekristalle, die bei Gelenkbefall plötzlich Symptome auslösen: Es entsteht ein akuter Gichtanfall – typischerweise im Fuß, genauer: am Grundgelenk der Großzehen (sog. Podagra bzw. Fußgicht). Das Gelenk entzündet sich, verfärbt sich dabei schlagartig rot und schwillt an. Jede Berührung ist äußerst schmerzhaft. Die Betroffenen können nur noch auf der Ferse auftreten und zeigen einen charakteristischen humpelnd-hüpfenden Gang. Bei etwa 90 Prozent der Gichtanfälle liegt nachweislich ein erhöhter Harnsäurekonzentration im Blut vor. Ein akuter Gichtanfall tritt in den meisten Fällen völlig überraschend bei scheinbar gesunden Menschen auf. Auslösende Ereignisse sind häufig übermäßiges fettreiches Essen oder ausschweifender Alkoholkonsum. Auch wer sich körperlich überanstrengt, kann diese anfallartig auftretenden Gicht-Symptome auslösen. Im Frühstadium der Gicht ist ein Gichtanfall auch ohne Behandlung auf eine Dauer von etwa 4 bis 8 Tagen begrenzt: Die Symptome verschwinden dann von selbst. Nachdem ein akuter Gichtanfall abgeklungen ist, folgt meist eine Monate bis Jahre andauernde Phase ohne Anzeichen für Gicht (sog. interkritische Phase). Chronische GichtNur bei nicht frühzeitig festgestellter oder unzureichend behandelter Gicht entwickeln sich Symptome, die dauerhaft (chronisch) bestehen. Eine solche chronische Gicht ist jedoch selten. Typische Symptome sind ständige Schmerzen und bleibende Gelenkveränderungen, die zunehmend die Funktion des Gelenks beeinträchtigen. Eine chronische Gicht kann dazu führen, dass sich an den Ansätzen der Sehnen in der Nähe eines Gelenks (z.B. an Ellenbogen, Hand und Fuß) Harnsäurekristalle ablagern, ohne anfallartige Symptome auszulösen: Diese bilden dann sogenannte Gichtknoten (bzw. Gichttophi) – schmerzlose, harte Knötchen von maximal einem Zentimeter Größe, die unmittelbar unter der Haut liegen. Brechen die Gichtknoten auf, entleert sich eine weiße Masse, die vorwiegend aus Harnsäure besteht. In manchen Fällen bilden sich solche Gichtknoten auch außerhalb eines Gelenks: Häufig erscheinen sie am Rand des Ohrknorpels, daneben können vor allem auch die Augenlider und Nasenflügel betroffen sein. Weiterlesen: Gicht: Diagnose Das könnte Sie auch interessieren
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