Gestose ("Schwangerschafts­vergiftung"): Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2015)

Eine konsequente Schwangerenvorsorge macht es möglich, eine Gestose ("Schwangerschaftsvergiftung") früh zu erkennen und somit zu behandeln. Dazu zählt:

  • Blutdruckmessung
  • Kontrolle der Leber- und Nierenfunktion
  • Kontrolle der Gewichtszunahme und der Urinausscheidung

Durch die rechtzeitige Behandlung sind schwere Krankheitsverläufe, insbesondere Eklampsien (Krampfanfälle), selten geworden.

Sie können einer Gestose vorbeugen, indem Sie versuchen, beeinflussbare Risikofaktoren auszuschalten und zu vermeiden.

Bei folgenden Risikofaktoren gilt es hinsichtlich einer Gestose besonders aufmerksam zu sein:

Ob und wie man einer Gestose durch Medikamente vorbeugen kann, ist bisher nicht ausreichend untersucht. Bisher liegen Auswertungen großer Studien vor, die zu folgenden Ergebnissen kommen:

  1. Vor allem Frauen, die in einer vorangegangenen Schwangerschaft eine schwere Präeklampsie erlitten haben, profitieren von der Einnahme des Wirkstoffes ASS (Acetylsalicylsäure) ab der Frühschwangerschaft, spätestens ab der 16. Schwangerschaftswoche. Die Dosis beträgt meist 100 Milligramm täglich. Nicht geeignet ist ASS, wenn bereits eine Gestose vorliegt sowie bei Frauen mit bekanntem (vor der Schwangerschaft bestehendem) Bluthochdruck (chronischer Hypertonie).
  2. Für die Vitamine E und C konnte bisher kein Nutzen gezeigt werden.
  3. Über den Mund (oral) eingenommenes Calcium konnte bei Frauen mit hohem Risiko für eine Präeklampsie und geringer Calciumzufuhr mit der Nahrung die Häufigkeit des Auftretens einer Präeklampsie senken.

Aber Achtung: Nehmen Sie in der Schwangerschaft Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel immer nur in Absprache mit Ihrem Arzt ein!

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