Gestose ("Schwangerschafts­vergiftung"): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2015)

Eine Gestose ("Schwangerschaftsvergiftung") kann je nach Form, Ausprägung und individueller Situation der Schwangeren einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen. Zum Beispiel unterscheiden sich die Typen darin, wann sie entstehen:

Muss einer Schwangerschaft aufgrund einer Gestose vorzeitig beendet werden, steigen die Überlebenschancen für das Kind bei einer Entbindung jenseits der 28. Lebenswoche. Die Überlebenschancen früher geborener Kinder sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Eklampsie und HELLP-Syndrom können lebensbedrohlich für Mutter und Kind sein.

Wenn eine Schwangere von einer Gestose betroffen war, ist es wichtig, dass der Arzt auch anschließend mit ihr ein ausführliches Beratungsgespräch führt. Darin erläutert er die Erkrankung nochmals, erklärt den individuellen Verlauf und informiert darüber, welche Konsequenzen die Gestose in diesem Fall hat. Dabei ist es auch sinnvoll, den Partner in das Gespräch mit einzubeziehen. Es empfiehlt sich, vor einer weiteren Schwangerschaft wiederum mit dem Arzt zu sprechen und sich zu erkundigen, welche Punkte zu beachten sind.

Nach einer Präeklampsie besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Frau im weiteren Leben einen Bluthochdruck (chronische Hypertonie). Die Wahrscheinlichkeit, dass sich in einer weiteren Schwangerschaft wieder eine Präeklampsie oder ein HELLP-Syndrom entwickelt, ist gegenüber Frauen mit vorherigen unkomplizierten Schwangerschaften erhöht.

Ein frühes HELLP-Syndrom (vor der 32. SSW) in einer vorangegangenen Schwangerschaft scheint außerdem das Risiko für ein erneutes frühes HELLP-Syndrom zu erhöhen.


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