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Gestose ("Schwangerschafts­vergiftung"): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juni 2014)

Die einer Gestose ("Schwangerschaftsvergiftung") zugrunde liegenden Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Die Ursachen der Präeklampsie, die in etwa 5 Prozent aller Schwangerschaften auftritt, sind unbekannt. Sicher scheint nur, dass die Erkrankung durch Prozesse in der Plazenta entsteht. Von dort geht ein Signal aus, das den Blutdruck der Schwangeren erhöht und in schweren Fällen die Nieren schädigt.

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Theorien über die Ursachen einer Gestose. Was genau dazu führt, dass der Blutdruck steigt, ist unklar. Die Erklärungsmodelle sind sehr komplex, zusammengefasst und stark verkürzt gibt es drei davon:

  • Neigung zu Gefäßkrämpfen (Vasospasmus): Möglicherweise reagieren die Gefäße bei Frauen mit einer Präeklampsie empfindlicher auf Stoffe, die auf die Gefäßweite wirken.
  • Immunologische Faktoren spielen eine Rolle, d.h. das Abwehrsystem betroffener Frauen reagiert in besonderer Weise auf die Schwangerschaft.
  • Faktoren, die die Gefäßweite beeinflussen: Bestimmte Substanzen, wie s-Flt-1 (soluble fms-like tyrosine kinase 1) sind bei Schwangeren mit einer Präeklampsie erhöht, während andere, wie PIGF (Placental growth factor) in niedrigeren Konzentrationen als normal vorliegen. Dadurch beeinflussen sie die Nierendurchblutung und den Blutdruck.

Keines dieser Modelle kann die genauen Ursachen der Gestose hinreichend erklären. Letztlich scheint eine Gestose eine Anpassungsstörung des mütterlichen Körpers auf die vielfältigen körperlichen Anforderungen während der Schwangerschaft zu sein. Es kommt zu Zirkulationsstörungen, die wiederum Funktionsstörungen in verschiedenen Organen der Schwangeren nach sich ziehen können:

  • in der Leber (HELLP-Syndrom)
  • in den Nieren (vermehrte Eiweißausscheidung = Proteinurie)
  • im Gehirn (Krämpfe = Eklampsie)
  • in der Plazenta (Plazentainsuffizienz = beeinträchtigter Stoffaustausch zwischen Mutter und Kind)





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