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Gestose ("Schwangerschafts­vergiftung"): Ursachen

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (17. Januar 2013)

Die einer Gestose ("Schwangerschaftsvergiftung") zugrunde liegenden Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Die Ursachen der Präeklampsie, die in etwa 5 Prozent aller Schwangerschaften auftritt, sind unbekannt. Sicher scheint nur, dass die Erkrankung durch Prozesse in der Plazenta entsteht. Von dort geht ein Signal aus, das den Blutdruck der Schwangeren erhöht und in schweren Fällen die Nieren schädigt.

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Theorien über die Ursachen einer Gestose. Was genau dazu führt, dass der Blutdruck steigt, ist unklar.Die Erklärungsmodelle sind sehr komplex, zusammengefasst und stark verkürzt gibt es vier davon:

  • Die Gefäße neigen dazu, zu verkrampfen (Neigung zu Vasospasmus).
  • Immunologische Faktoren spielen eine Rolle.
  • Es liegen zu hohe Konzentrationen an Thromboxan vor, einer hormonähnlichen Struktur aus der Gruppe der sog. Prostaglandine.
  • Die Funktion des sog. Trophoblasten ist gestört. Als Trophoblast bezeichnet man bestimmte Zellen im frühen Embryonalstadium.

Keines dieser Modelle eignet sich, um den Krankheitsauslöser einer Gestose genau zu bestimmen. Letztlich scheint eine Gestose eine Anpassungsstörung des mütterlichen Körpers auf die vielfältigen körperlichen Anforderungen während der Schwangerschaft zu sein. Es kommt zu Zirkulationsstörungen, die wiederum Funktionsstörungen in verschiedenen Organen der Schwangeren nach sich ziehen können:

  • in der Leber Leber (HELLP-Syndrom)
  • in den Nieren (vermehrte Eiweißausscheidung = Proteinurie)
  • im Gehirn (Krämpfe = Eklampsie)
  • in der Plazenta (Plazentainsuffizienz = beeinträchtigter Stoffaustausch zwischen Mutter und Kind)





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