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Gestose ("Schwangerschafts­vergiftung"): Eklampsie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2015)

Die Eklampsie stellt die schwerste Ausprägung einer Gestose dar. Sie bezeichnet einen Krampfanfall oder eine tiefe Bewusstlosigkeit (Koma) während der Schwangerschaft oder während der Geburt. Die Krämpfe sind sehr charakteristisch und werden fachsprachlich als "tonisch-klonische" Krämpfe bezeichnet. Die Schwangere verliert dabei oft das Bewusstsein. Bei einer Eklampsie haben die Krämpfe keine anderen neurologischen Ursachen.

Eine Eklampsie tritt vorwiegend bei Erstgebärenden mit Präeklampsie auf und kommt bei Mehrlingsschwangerschaften sechsmal häufiger vor als bei Schwangerschaften mit einem Kind (Einlingsschwangerschaft).

Bei einer Eklampsie können die typischen Vorboten, wie Bluthochdruck und vermehrte Eiweißausscheidung, auch fehlen. Nur bei jeder zweiten Frau mit Eklampsie erhöht sich der Blutdruck deutlich. Eine Eklampsie ist auch dann möglich, wenn der Blutdruck normal ist und die Schwangere nicht vermehrt Eiweiß im Urin ausscheidet, also die typischen Zeichen der Präeklampsie fehlen.

Bei etwa 10 von 100 Schwangeren mit einer Präeklampsie kommt es zu einer Eklampsie.


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