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Geschlechtskrankheiten

Vorbeugen

Stand: 1. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Geschlechtskrankheiten kann man nur dann zu 100 Prozent vorbeugen, wenn man vollständig auf Geschlechtsverkehr und den Kontakt mit Körperflüssigkeiten verzichtet.

Dennoch geht das Risiko, sich oder andere mit einer sexuell übertragbaren Krankheit wie Syphilis (Lues), Gonorrhö (Tripper) oder weicher Schanker (Ulcus molle) anzustecken, nahezu gegen null, wenn Sie einige wichtige Punkte beachten:

  • Kondome schützen zuverlässig vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten.
  • Eine regelmäßige Intimhygiene verringert das Risiko, sich anzustecken. Waschen Sie sich im äußeren Genitalbereich nur mit Wasser oder mit einer pH-neutralen Seife. Auf agressive Seifen, Spülungen oder Ähnliches sollten Sie dabei verzichten.
  • Bei Beschwerden wie zum Beispiel Hautveränderungen, Juckreiz oder Brennen im Intimbereich sollten Sie einen Arzt aufsuchen, damit er Sie gegebenenfalls frühzeitig behandeln kann. Verzichten Sie in dieser Zeit auf ungeschützten Geschlechtsverkehr, damit Sie Ihren Partner nicht anstecken.
  • Einigen Geschlechtskrankheiten wie beispielsweise Hepatitis B kann man auch durch eine Impfung vorbeugen. Desweiteren kann eine HPV-Impfung vor der Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) schützen und so das Risiko verringern, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

Personen, die Drogen konsumieren, sollten den gemeinsamen Gebrauch von Spritzen und Nadeln vermeiden.

Besonders wichtig sind diese Punkte bei häufig wechselnden Sexualpartnern. Wer in einer festen Beziehung ist, sollte zu Beginn des Sexualkontakts Geschlechtskrankheiten ausschließen und sich bei eventuellen sexuellen Kontakten außerhalb der Beziehung entsprechend schützen.

Kondome

Das einfachste und wichtigste Mittel, um Geschlechtskrankheiten vorzubeugen, ist das Verwenden von Kondomen – sowohl bei oralem, vaginalem als auch analem Geschlechtsverkehr. Ein Frauenkondom (Femidom) schützt ebenfalls vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Syphilis (Lues) oder Gonorrhö (Tripper).

Verwenden Sie nur Kondome, welche eine CE-Kennzeichnung (Qualitätsmerkmal) und ein gültiges Haltbarkeitsdatum aufweisen. Damit das Kondom nicht reißt, empfiehlt sich ein Gleitmittel – bei Latexkondomen sollten es nur fettfreie beziehungsweise ölfreie Gleitmittel sein. Ideal sind daher Gleitmittel auf Wasserbasis.

Reißt das Kondom dennoch, sollte bei Oralverkehr zunächst der Mund ausgespült, bei Vaginal- oder Analverkehr die Genitalregion abgespült werden. Anschließend sollte man einen Arzt aufsuchen – er kann eine entsprechende Vorsorge gegen viele Geschlechtskrankheiten treffen.

Impfung gegen Hepatitis B

Um einer Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus vorzubeugen, wird eine Schutzimpfung in Form eines aktiven Kombinationsimpfstoffs gegen Hepatitis A und B empfohlen. Hierfür sind zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen notwendig. Um einen ausreichenden Langzeitschutz von etwa zehn Jahren zu erreichen, muss eine dritte Impfung nach sechs Monaten erfolgen. Die Impfung ist in der Regel gut verträglich und bietet zuverlässigen Schutz. Auch eine zweimalige Impfung mit einem Impfstoff, der sich ausschließlich gegen Hepatitis B richtet, ist möglich.

Hepatitis B kann man darüber hinaus natürlich auch vorbeugen, indem man Kondome verwendet.

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