Startseite > Krankheiten > Geschlechtskrankheiten > Lausbefall
Stand: 14. Juli 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Beim Läusebefall (Pedikulose) treten bestimmte Lausarten in behaarten Körperregionen oder der Kleidung auf. Der Mensch kann von drei Lausarten befallen werden: der Kopflaus, der Körper- oder Kleiderlaus sowie der Scham- oder Filzlaus.

Läuse werden in der Regel von Mensch zu Mensch übertragen sowie zum Teil indirekt durch gemeinsam benutzte Kämme, Matratzen, Kleidungsstücke oder Ähnliches. Läusebefall äußert sich hauptsächlich durch Juckreiz und wird vor allem durch eine gründliche Untersuchung der betroffenen Bereiche festgestellt.
Einen Läusebefall behandelt man mit Wirkstoffen, welche die Läuse töten. Die Wirkstoffe müssen nach einer Woche noch einmal eingenommen werden. Zugelassene Läusemittel sind auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei einem Kopflausbefall die Haare kurz zu schneiden oder gar eine Glatze zu scheren, ist hingegen normalerweise nicht notwendig.
Bei einem Läusebefall sollten alle Kontaktpersonen darüber informiert werden (z.B. Familie, Freunde, Schule, Kindergarten). Kinder mit Kopflausbefall können in der Regel bereits am Tag nach der Behandlung mit einem zugelassenen Läusemittel wieder Kindergarten oder Schule besuchen.
Während sich Kopfläuse bevorzugt in Kindergärten und Schulen verbreitet und Kleiderläuse vor allem bei obdachlosen Menschen, in Wohnheimen und Sammellagern auftritt, übertragen sich Filzläuse insbesondere durch Geschlechtsverkehr.
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