Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Geschlechtskrankheiten > Krätze (Skabies)

Krätze (Skabies)

Stand: 25. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Krätze (Skabies) ist eine durch Milben ausgelöste, ansteckende Hautkrankheit. Die Übertragung der Krätzmilben erfolgt durch das Zusammenleben in der Familie oder in Altersheimen und durch engen Körperkontakt – besonders beim Geschlechtsverkehr. Daher zählt die Krätze zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Die für die Krätze verantwortliche Milbe Sarcoptes scabiei ist ein Parasit. Die Skabies-Symptome sind überwiegend auf die weiblichen Krätzmilben zurückzuführen: Die Weibchen bevorzugen Körperstellen mit dünner Hornschicht, in die sie jeden Tag millimeterlange Gänge bohren. In diesen Milbengängen legen sie ihre Eier ab, aus denen nach drei bis fünf Tagen die Larven schlüpfen und sich innerhalb von drei Wochen zu geschlechtsreifen Krätzmilben umwandeln. Die kleinere männliche Krätzmilbe lebt nur auf der Oberfläche der Haut und hat eine kürzere Lebensdauer.

Die Krätze ist gekennzeichnet durch Knötchen beziehungsweise Papeln auf einer von Kratzspuren durchsetzten, schuppig-krustigen Haut. Außerdem ist die Krankheit mit einem ausgesprochen starken, vor allem nachts auftretenden Juckreiz verbunden. Die für Skabies typischen Hautveränderungen finden sich vor allem an den Handgelenken, den Fingerzwischenräumen, in der Nabelregion, im Brust- und Achselbereich und in der Genitalregion; an Gesicht, Handflächen und Fußsohlen führt die Krätze nur bei kleinen Kindern zu Hautveränderungen.

Diagnostizierbar ist die Krätze anhand des Erscheinungsbilds der Haut und durch den mikroskopischen Nachweis der Krätzmilben. Zur Behandlung von Krätze stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, mit denen sich die Krätzmilben vernichten lassen. Richtig angewendet führen diese auf die Haut aufzutragenden Mittel gegen Krätze zu einer schnellen Heilung. Um eine erneute Ansteckung zu verhindern, ist es wichtig, das enge Umfeld (Familie, Wohngemeinschaft, Partner) immer auch gegen Krätze zu behandeln – dies gilt auch für Menschen, die zum Zeitpunkt der Skabies-Therapie noch keine Anzeichen für einen Milbenbefall zeigen.

Weiterlesen: Krätze (Skabies): Definition

Das könnte Sie auch interessieren

Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten werden über sexuelle Kontakte übertragen, können bei richtigem Umgang mit Sexualität jedoch vermieden werden. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.