Startseite > Krankheiten > Geschlechtskrankheiten > Krätze (Skabies) > Verlauf
Stand: 25. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine richtig behandelte Krätze (Skabies) nimmt überwiegend einen guten Verlauf: In über 95 Prozent der Fälle ist die Therapie mit äußerlich angewendeten Lotionen wirksam. Der bei Krätze typische Juckreiz der von Milben befallenen Haut bleibt allerdings in vielen Fällen noch einige Zeit nach der erfolgreichen Therapie bestehen.
Eine Behandlung der Krätze versagt normalerweise nur infolge einer falschen Anwendung. Wenn sich nicht alle Menschen aus dem persönlichen Umfeld der Betroffenen ebenfalls gegen Krätze behandeln lassen, tritt die Infektion bei Kontakt mit diesen Menschen außerdem häufig erneut auf.
Unbehandelt verläuft die Krätze chronisch. Spontanheilungen sind nach Jahren möglich.
Eine Krätze (Skabies) kann in ihrem Verlauf zu verschiedenen Komplikationen führen. Dies gilt besonders, wenn die Betroffenen ihre Hygiene vernachlässigen: Dann können Bakterien die infizierten und durch das Kratzen verletzten Hautstellen zusätzlich besiedeln und somit weitere, schwerwiegendere Krankheitsbilder verursachen. Beispiele hierfür sind die Wundrose ( Erysipel), die Lymphknotenentzündung (Lymphadenitis) oder die Blutvergiftung (Sepsis), die alle eine Behandlung mit Antibiotika erfordern.
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