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Stand: 25. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Krätze (Skabies) hat ihre Ursachen in der Regel in einer Übertragung durch engen Hautkontakt von Mensch zu Mensch. Da die für die Hautkrankheit verantwortliche Krätzemilbe ein in ihrem Lebensraum auf den Menschen spezialisierter Parasit ist, kann sie von der Haut entfernt nur wenige Tage überleben. Um eine Krätze auszubilden, genügt ein einziges Milbenweibchen.
Da bei einer Krätze normalerweise nur wenige Milben die Haut besiedeln, kommt es in der Regel nur unter günstigen Umständen zur Ansteckung: beispielsweise bei lang andauerndem Körperkontakt oder Bettwärme. Ein hohes Risiko der Übertragung besteht vor allem beim Geschlechtsverkehr – weshalb die Krätze zu den Geschlechtskrankheiten zählt – und in der Familie, in Wohngemeinschaften oder Altersheimen.
In etwa drei Prozent der Fälle von Krätze, besonders bei einem geschwächtem Immunsystem, finden sich die Krätzmilben bei Menschen jedoch in großen Mengen auf beziehungsweise in der Haut. Hier können schon kurze Hautkontakte die Ursachen für eine Übertragung der Infektion sein.
Bei der Krätze (Skabies) beträgt die Zeit von der Infektion bis zur Ausbildung der Hauterkrankung (sog. Inkubationszeit) in der Regel einige Wochen. Ist die Zahl übertragener Krätzmilben hoch, dauert es manchmal nur wenige Tage, bis sich die ersten Symptome zeigen.
Die Hygiene und die Funktion des Immunsystems spielen bei der Dauer der Inkubationszeit eine entscheidende Rolle: Ein guter Immunstatus und häufiges Baden oder Duschen können die Vermehrung der Milben erschweren. Die Krätze ist auf diese Weise jedoch nicht vollständig aufzuhalten.
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