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Stand: 27. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
AIDS und HIV-Infektion bezeichnen unterschiedliche Zustände:
HIV ist der Erreger von AIDS. Eine Infektion mit dem HI-Virus – die HIV-Infektion – kann nach mehreren Jahren in die Immunschwäche AIDS übergehen.
Eine Person ist dann HIV-positiv, wenn sie das HI-Virus in sich trägt. "Positiv" bedeutet, dass sich Antikörper im Blut nachweisen lassen, die der Körper als Antwort auf die HI-Viren gebildet hat. "Positiv" besagt in diesem Zusammenhang also keineswegs, dass es sich um etwas "Gutes" handelt.
Mehrere Tage bis drei Monate nach der Ansteckung mit HIV kann es zur akuten HIV-Erkrankung kommen: Das Erkrankungsbild ähnelt einem grippalen Infekt, also einer Erkältung. Die Symptome dieser akuten HIV-Erkrankung klingen nach einigen Tagen bis Wochen wieder ab und der Betroffene ist über Jahre oder sogar Jahrzehnte beschwerdefrei.
Die HIV-Infektion ist daher – zumindest in Ländern mit guter gesundheitlicher Versorgung – weniger eine akute Lebensbedrohung, sondern eher eine chronische Erkrankung, die bei entsprechender Therapie auch über Jahre hinweg nur wenige Einschränkungen mit sich bringt. AIDS bleibt jedoch weiterhin eine lebensbedrohliche Krankheit. Deshalb sind Vorsichtsmaßnahmen (wie Safer Sex, also der Gebrauch von Kondomen), die eine HIV-Infektion und damit AIDS verhindern, nach wie vor sehr wichtig.
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