Gerstmann-Sträussler-­Scheinker-Syndrom (GSS): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Dezember 2014)

Beim Gerstmann-Sträussler-Scheinker-Syndrom stellt der Arzt die Diagnose, wenn verschiedene Kriterien erfüllt sind. Finden sich bei einem Menschen mittleren Alters zunehmende neurologische Auffälligkeiten und bringt die Familienanamnese ans Licht, dass ein oder mehrere Angehörige mit ähnlichen Beschwerden bereits verstorben sind, kann dies ein Hinweis auf das Gerstmann-Sträussler-Scheinker-Syndrom (GSS) sein. Ein Gentest kann den Verdacht bestätigen.

Weitere Verfahren, um beim Gerstmann-Sträussler-Scheinker-Syndrom die Diagnose zu stellen, sind:

  • Bildgebende Verfahren (wie eine Computertomographie): Sie können mögliche Eiweißablagerungen (Plaques) im Gehirn darstellen. Solche Veränderungen deuten jedoch nicht eindeutig auf das GSS hin, denn sie können auch bei anderen Erkrankungen des Gehirns auftreten. Mithilfe einer Magnetresonanztomographie (MRT) lassen sich im Spätstadium der Erkrankung Veränderungen im Gehirn darstellen.
  • EEG: Mit einer Elektroenzephalographie (EEG) kann der Arzt abweichende Gehirnströme feststellen. Jedoch zeigt das EEG bei GGS nur wenig Auffälligkeiten.
  • Liquorpunktion: Mit dieser Untersuchung kann der Arzt manchmal bestimmte Eiweiße im Nervenwasser (Liquor, auch Hirnflüssigkeit genannt) nachweisen, die für eine Prionenerkrankung sprechen.

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