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Gerstenkorn (Hordeolum)

Gerstenkorn (Hordeolum): Diagnose

Stand: 26. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Gerstenkorn (Hordeolum) gelingt die Diagnose meist schon, indem der Arzt nur das von der Liddrüsenentzündung betroffene Auge betrachtet (Blickdiagnose): Dort zeigt sich typischerweise eine rötliche Augenlidschwellung mit einem in der Mitte gelegenem Eiterpunkt, der einem Pickel ähnelt.

Sind die Talg- oder Schweißdrüsen des Augenlids betroffen, sodass sich das Gerstenkorn im Bereich der Lidkante oder der Wimpern zeigt (äußeres Gerstenkorn bzw. Hordeolum externum), reicht eine Blickdiagnose ohne weitere Hilfsmittel aus. Sind die Drüsen an der Innenseite des Augenlids betroffen (inneres Gerstenkorn bzw. Hordeolum internum), ist das Gerstenkorn nicht immer gleich sichtbar. Um es erkennen zu können, hilft es oft, das Augenlid nach oben umzudrehen, sodass sich die Innenseite des Augenlids untersuchen lässt (Ektropionieren).

Bei der Gerstenkorn-Diagnose sind andere als Ursache für die Veränderungen am Auge infrage kommenden Entzündungen – wie eine Entzündung der Tränendrüse oder ein Hagelkorn (Chalazion) – auszuschließen: Letzteres ist eine chronische Entzündung der Meibom-Drüsen an der Innenseite des Augenlids. Anders als beim Gerstenkorn reagiert die entzündungsbedingte Schwellung beim Hagelkorn auf Druck nicht mit Schmerzen.

Weiterlesen: Gerstenkorn (Hordeolum): Therapie

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