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Osteopathie

Wirksamkeit der Osteopathie

Stand: 1. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Im Bereich der Osteopathie wurde in den letzten Jahren viel klinisch geforscht. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass neben den anspruchsvollen klinischen Prüfungen auch eine Forschungsarbeit (Diplomarbeit) zur Osteopathie-Ausbildung gehört. Sie muss die Standards der klinischen Forschung erfüllen. Dennoch gibt es insgesamt zu wenige klinische Studien mit aussagekräftigen Ergebnissen zur Wirksamkeit der Osteopathie.

Der Osteopathie liegt ein theoretisches Konzept zugrunde, das sich nicht naturwissenschaftlich beurteilen lässt, wohl aber allgemein in Bezug auf naturwissenschaftlich-medizinisches Denken.

Die osteopathische Philosophie

Der Osteopathie liegt neben dem diagnostisch-therapeutischen Konzept auch eine eigene Philosophie zugrunde. Dazu gehört die Annahme, dass

  • der Körper eine Funktionseinheit ist.
  • der Körper die Fähigkeit zur Selbstregulation hat.
  • alle Körperfunktionen von der Ver- und Entsorgung durch das Gefäß- und Nervensystem abhängen.

Der osteopathischen Philosophie zufolge wird der Körper versuchen, (Funktions-)Störungen zu beseitigen oder auszugleichen. Die Osteopathie soll diese Selbstheilungskräfte aktivieren und fördern. Anhänger verschiedener alternativen Heilverfahren vertreten diese Auffassung ebenfalls. Diese Heilverfahren werden unter dem Begriff der Regulationsmedizin zusammengefasst.

Begriffe wie Bewegung, Fluss und Ganzheitlichkeit sind jedoch auch in der Schulmedizin wichtige Aspekte. Vor allem für die Maßnahmen in der Rehabilitation oder der Allgemeinmedizin sowie im Bereich der schnellen Mobilisierung nach chirurgischen Eingriffen haben Bewegung und Ganzheitlichkeit grundlegende Bedeutung. Anders als beispielsweise in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) oder der anthroposophischen Medizin sind die Grundannahmen der Osteopathie nicht philosophisches Gedankengebäude, sondern vielmehr allgemeine Grundprinzipien.

Wirksamkeit der Osteopathie-Behandlung

Einige Aspekte der Osteopathie sind bereits in die manuelle Medizin mit eingeflossen. Für den Bereich der parietalen Osteopathie gibt es daher schon mehrere aussagekräftige Untersuchungen zur Wirksamkeit. Demnach können Osteopathie-Behandlungen bei einigen unterschiedlichen Erkrankungen des Halte- und Bewegungsapparates wirksam sein, zum Beispiel bei chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule. Positive Effekte kann eine Osteopathie-Behandlung auch bei Erkrankungen im Bereich der inneren Organe (viszeraler Bereich) und ihrer bindegewebigen Aufhängungen erzielen, zum Beispiel bei Fibromyalgie oder Drei-Monats-Koliken, aber auch bei wiederkehrender Mittelohrentzündung (Otitis media) und Asthma im Kindes- und Jugendalter.

Da es für die viszerale Osteopathie noch sehr wenige und für die craniosacrale Osteopathie gar keine wissenschaftliche Grundlagen gibt, lassen sich keine wissenschaftlich fundierten Aussagen über ihre Wirkweise machen.

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