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Stand: 1. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Osteopathen diagnostizieren und behandeln funktionsbezogen, sie orientieren sich dabei immer auch an den Körperstrukturen. Deshalb können diese Strukturen, vor allem wenn sie vorgeschädigt sind, unter Umständen durch die Behandlung verletzt werden.
Für die parietalen Manipulationstechniken in der Osteopathie entsprechen die Risiken und damit auch die Gegenanzeigen (Kontraindikationen) denen der Chiropraktik beziehungsweise der manuellen Medizin. Parietale Manipulationstechniken sind mobilisierende Techniken im Bereich der Gelenke, Muskeln, Sehen und Bänder. Wird mit einer kleinen, schnellen Bewegung, also durch einen Impuls mobilisiert, spricht man von einer Manipulation mit Impuls. Insbesondere die Techniken der Manipulation mit Impuls sollten nicht angewandt werden bei:
Hohe Verletzungsgefahr besteht auch, wenn bei der Mobilisation oder Manipulation der Halswirbelsäule mit Impuls gearbeitet wird. Hierbei kann die Wirbelarterie (Arteria vertebralis) beschädigt werden, was die Blutzufuhr zum Gehirn beeinträchtigen kann. Für die Manipulationstechnik mit Impuls ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung sehr wichtig, vor allem bei Personen, die blutgerinnungshemmende Medikamente nehmen. Da die manipulativen Techniken mit Impuls in der Osteopathie jedoch einen geringen Stellenwert haben, kommt es nur selten zu Komplikationen hierdurch.
In seltenen Fällen können nach einer Osteopathie-Behandlung lokale Beschwerden, Bandscheibenschäden, Nervenlähmungen oder eine Verschlimmerung bestehender Leiden auftreten.
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