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Hydrotherapie

Durchführung

Stand: 20. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Im Prinzip kann jeder die Hydrotherapie bei sich selbst im eigenen Badezimmer anwenden. Bei der Durchführung ist es jedoch ratsam, die Hydrotherapie zunächst unter fachlicher Anleitung auszuprobieren. Eine warme Dusche wirkt entspannend, kaltes Abduschen der Beine und Arme durchblutungsfördernd und belebend. Je nach Stärke des Strahls massiert das Wasser auch Muskeln und Gewebe.

In der Hydrotherapie kommen folgende Anwendungen zum Einsatz:

  • Wassertreten: Die Patienten durchwaten ein Becken mit etwa kniehohem, kaltem Wasser.
  • Kneippsche Güsse oder Flachgüsse: Mit geringem Druck zielt der Wasserstrahl auf Arme, Beine, Rücken, Gesicht oder den ganzen Körper der stehenden Person. Beginnen sollte man möglichst "herzfern", zum Beispiel mit den Füßen und den Streckseiten der Arme, ehe man mit dem Strahl langsam in Richtung Körpermitte oder Kopf zielt.
  • Druckstrahlgüsse oder Blitzgüsse: Der Therapeut richtet dabei den Wasserstrahl mit mittlerem oder starkem Druck auf den Köper des Patienten.
  • Wickel und Packungen: Dabei bedeckt ein feuchtes Innentuch entweder nur einzelne Körperstellen oder mehr als die Hälfte der Körperoberfläche. Ein trockenes Außentuch "verpackt" diesen Umschlag.
  • Abreibungen und Waschungen: Man legt ein feuchtes Tuch oder einen angefeuchteten Handschuh auf die betreffende Körperstelle und reibt sie kreisförmig mit der Hand ab. Dies regt die Durchblutung in diesem Bereich an.
  • Bewegungsbäder: Bei Erkrankungen der Wirbelsäule oder Knochenbrüchen können im Wasser gymnastische Übungen, manchmal in Kombination mit Unterwassermassagen, die Heilung unterstützen.
  • Bäder: Es gibt sogenannte Hydrotherapie-Teilbäder, bei denen nur die Arme und Beine in kaltem und/oder heißem Wasser stehen. Bei Bürstenbädern massieren Bürsten die Haut. In einem Stangerbad sorgt ein sanfter Stromreiz im Wannenwasser für den hydrotherapeutischen Effekt, lindert Schmerzen und fördert die Durchblutung.
  • Dämpfe: Heißer Wasserdampf, der evtl. mit Kräutern versetzt ist, entfaltet seine wohltuende Wirkung z.B. in Saunen und türkischen Dampfbädern. In Kombination mit gelöstem Meersalz eignet sich diese Form der Hydrotherapie besonders für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, z.B: Asthma bronchiale oder chronische Bronchitis.

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