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Künstliches Hüftgelenk (Hüft-TEP)

Stand: 24. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Bei einem irreparablen Hüftschaden kann ein künstliches Hüftgelenk Abhilfe schaffen: Der Hüftgelenkersatz durch eine sogenannte Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP; griech.: endo = innen, Prothese = künstlicher Ersatz eines Körperteil) ist in Deutschland eine der häufigsten Operationen.

Hüftgelenk
Künstliches Hüftgelenk (Hüft-TEP)

Ein Gelenkersatz ist nicht nur bei der Hüfte möglich – auch andere Gelenke lassen sich durch künstliche Gelenke ersetzen: zum Beispiel das Kniegelenk, das Schultergelenk, das Ellenbogengelenk, das Handgelenk oder die Fingergelenke. Hüft-TEP sind allerdings die am häufigsten eingesetzten Endoprothesen: Jedes Jahr bekommen in Deutschland etwa 200.000 Menschen ein künstliches Hüftgelenk. Die Kosten für eine verordnete Hüftprothese zahlen die Krankenkassen.

Ein künstliches Hüftgelenk besteht aus den gleichen Teilen wie das natürliche Hüftgelenk: aus der Gelenkpfanne und dem Gelenkkopf, der auf dem Gelenkschaft sitzt. Der Beckenknochen bildet die Gelenkpfanne der Hüft-TEP, während der Gelenkkopf mit dem Gelenkschaft zum Oberschenkelknochen gehört. Einen Sonderfall der Hüftgelenkprothese stellt die Hüft-Teilprothese dar, mit der man lediglich den Gelenkkopf ersetzt.

Ein neues künstliches Hüftgelenk soll ein Leben ohne Schmerzen ermöglichen. Außerdem soll die Hüft-TEP ungestört und dauerhaft funktionieren. Um dies zu erreichen, müssen die Materialien, aus denen die künstliche Hüfte besteht, hohe Anforderungen erfüllen: Sie müssen korrosionsbeständig sein (d.h. sie dürfen sich im Körper nicht zersetzen), dürfen keine Unverträglichkeitsreaktionen auslösen, müssen den im Körper auftretenden Drücken und Biegebelastungen widerstehen und dürfen beim Aneinanderreiben der Gelenkpartner keinen Abrieb entstehen lassen. Bei der Herstellung von Hüftgelenkprothesen kommen daher bestimmte Metalllegierungen (u.a. mit Titan), Keramik und Spezialkunststoffe zum Einsatz.

Ein künstliches Hüftgelenk muss mit dem körpereigenen Knochen verbunden sein. Bei der Operation kann der Operateur die Hüft-TEP im Knochen auf unterschiedliche Art und Weise verankern. Je nach Art der Verankerung unterscheidet man drei Typen von Hüftprothesen:

  • die zementfreie Hüft-Endoprothese,
  • die zementierte Endoprothese und
  • die Hybridprothese.

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