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Stand: 24. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Künstliche Hüftgelenke (Hüft-TEP) gehören zum medizinischen Standard: Jedes Jahr bekommen in Deutschland etwa 200.000 Menschen ein künstliches Hüftgelenk. Dennoch bergen sowohl die Operation zum Hüftgelenkersatz (z.B. Infektionsrisiko, Thromboserisiko) als auch die Hüftprothese selbst Risiken in sich und können mit Komplikationen verbunden sein. Zu den Komplikationen, die bereits frühzeitig nach Einsetzen der Hüfttotalendoprothese auftreten können, gehören beispielsweise eine Infektion der Endoprothese durch Bakterien, eine Verrenkung der einzelnen Prothesenanteile sowie eine frühe Lockerung der Prothese. Diese Komplikationen treten jedoch selten (bei weniger als 1% der Operationen) auf.
Auch noch mehrere Wochen bis Monate nachdem man ein künstliches Hüftgelenk bekommen hat, sind neue Komplikationen möglich: Dann kann es in der unmittelbaren Umgebung des neuen Hüftgelenks zu einer Neubildung von Knochen (sog. periartikuläre Ossifikation) kommen. Je nach Ausmaß dieser Knochenneubildung können sich erneut Schmerzen und Bewegungseinschränkungen entwickeln.
Um diesen Komplikationen vorzubeugen, hat sich die einmalige Bestrahlung der Hüftgelenksregion durch ionisierende Strahlung mit Linearbeschleuniger bewährt. Diese vorbeugende Bestrahlung ist sowohl möglich, kurz bevor man ein künstliches Hüftgelenk erhält (am besten innerhalb von vier Stunden vor der Operation, ungünstiger innerhalb von 24 Stunden vor der Operation), als auch bis zu 72 Stunden nach der Operation. Eine prophylaktische Bestrahlung ist vor allem dann wichtig, wenn ein erhöhtes Risiko für Knochenneubildungen am neuen Hüftgelenk besteht. Dies ist etwa der Fall,
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