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Stand: 24. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Wenn Sie ein künstliches Hüftgelenk (Hüft-TEP) erhalten sollen, besprechen Sie vorher am besten mit dem behandelndem Arzt die Möglichkeit der Eigenblutspende: Der Hüftgelenkersatz ist häufig mit einem hohen Blutverlust verbunden, sodass während der Operation die Durchführung einer Bluttransfusion erforderlich ist. Obwohl die eingesetzten Blutspenden umfangreich geprüft sind, besteht auch heute noch grundsätzlich das Risiko, mit einer Bluttransfusion Krankheiten zu übertragen. Daher ist es bei geplanten Eingriffen wie dem Einsetzen einer Hüfttotalendoprothese empfehlenswert, hierfür eigenes Blut zu spenden. Eine solche Eigenblutspende erfolgt etwa sechs Wochen vor Durchführung des geplanten Eingriffs.
Bevor Sie Ihr künstliches Hüftgelenk erhalten, benötigen Sie eine Betäubung: entweder eine Vollnarkose oder eine örtlicher Betäubung. In beiden Fällen verspüren Sie während der Operation keine Schmerzen. Die Durchführung der Operation selbst beginnt mit einem Einschnitt in Höhe des Hüftgelenks, durch den der Operateur einen Zugang zum Hüftgelenk schafft. Durch diesen Zugang entfernt er den Hüftkopf und den oberen Anteil des Oberschenkelhalses und bearbeitet die Gelenkpfanne so, dass sich ein künstliches Hüftgelenk gut einfügen kann. Dann verankert er die künstliche Hüfte am Knochen, wobei die Art der Verankerung vom Typ der eingesetzten Hüftprothese (zementiert, zementfrei, Hybridprothese) abhängt.
Nach der Operation ist ein Krankenhausaufenthalt von zwei bis drei Wochen nötig. Ein neues künstliches Hüftgelenk müssen Sie schnell beweglich machen: Diese Mobilisierung beginnt – unter Anleitung eines Physiotherapeuten – bereits einen Tag nach dem Einsetzen der Hüfttotalendoprothese. An den stationären Aufenthalt schließen sich Maßnahmen zur Rehabilitation an, deren Durchführung sowohl in einer Reha-Klinik als auch ambulant möglich ist.
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