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Mistel und Misteltherapie

Stand: 13. Dezember 2007Autor: Onmeda-Redaktion

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Mistel
Mistel

Misteln sind kugelartige, immergrüne Sträucher mit kurzem Stamm, die als so genannte Schmarotzer auf Laub- oder Nadelbäumen wachsen.

Im Volksmund ist die Mistel unter verschiedenen Namen wie Donnerbesen, Kreuzholz, Hexenbesen, Hexenkraut, Vogelkraut, Immergrün, Wintergrün, Heil aller Schäden oder Alpranke bekannt. Während es weltweit etwa 100 verschiedene Arten der Mistelgewächse gibt, sind in Deutschland zwei Arten verbreitet: die Nadelholz-Mistel (Viscum laxum) und die Laubholz-Mistel (Viscum album). Erstere wächst ausschließlich auf Tannen und Kiefern, letztere auf allen Laubbaumarten mit Ausnahme der Buchen, auf denen sie nur sehr selten zu finden ist.

Misteln haben gabelige Zweige und einfache, gelbgrüne, zungenförmige, lederartige Blätter. Ihre Blüten sind zweihäusig, d.h. männliche und weibliche Blüten sind getrennt. Die Früchte der Mistel sind weiß, etwa erbsengroß und erinnern an Beeren. Mit ihren Wurzeln entziehen Misteln ihren Wirtspflanzen Nährstoffe und Flüssigkeit und können ihnen auf diese Weise schaden.

Der Name der Mistel stammt vom Althochdeutschen "mistil" und steht im Zusammenhang mit dem Wort "Mist", da der Samen der Pflanze durch Vogelmist auf die Wirtsbäume gebracht wird. Die Früchte reifen und werden dann von Vögeln, besonders von Drosseln, gefressen. Die unverdaulichen, von einem klebrigen Schleim umgebenen Samen gelangen schließlich aus dem Vogeldarm auf die Äste von Wirtsbäumen und keimen dort aus.

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