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Stand: 16. Februar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Folgende Körperregionen lassen sich durch Röntgen sichtbar machen:
Der häufigste Anlass für das Röntgen des Kopfs sind Kopfverletzungen. Mittels einer Röntgenaufnahme kann der Arzt erkennen, ob Knochenbrüche im Kopf-Hals-Bereich vorliegen.
Röntgenbilder des Kopfs helfen zudem bei der Beurteilung von:
Durch Röntgenbilder kann der Arzt im Brustraum das Herz, das Lungen- und Bronchialsystem, die Rippen, das Rippenfell (Pleura), Blutgefäße, die Lungenwurzel (Hilus) und das Mediastinum (mittlerer Bereich des Brustkorbs) beurteilen.
Allein aufgrund der Herzform, Herzlage und -größe kann der Arzt wichtige Diagnosen stellen. So erkennt er beispielsweise angeborene Herzerkrankungen sowie Herzbeutelergüsse (Perikarderguss) und entzündliche Prozesse. Überdies gibt ein Röntgenbild gute Hinweise auf Lungenerkrankungen (z.B. Tuberkulose, Tumoren, Lungenemphysem).
Zu den wichtigen Gefäßen im Brustkorb gehören die Hauptschlagader (Aorta), die Lungenarterien (Pulmonararterien) und die große, obere Hohlvene (Vena cava superior). Röntgenbilder machen zum Beispiel Fehlbildungen oder Aussackungen der Gefäße (Aneurysmen) ebenso sichtbar wie Veränderungen beziehungsweise Verschlüsse aufgrund von Arteriosklerose (Arterienverkalkung).
Das Mediastinum ist der Zwischenraum zwischen den beiden Lungen. Mittels Röntgen kann der Untersucher hier bösartige Tumoren wie Lymphome erkennen. Auch eine vergrößerte Schilddrüse im Halsbereich kann sichtbar sein. Was die Rippen betrifft, so kann der Arzt mithilfe einer Röntgenuntersuchung Brüche, Veränderungen durch Osteoporose oder Morbus Bechterew und vieles mehr einsehen beziehungsweise beurteilen.
In der Bauchregion (Abdomen) werden meist erst Röntgenbilder ohne und anschließend, falls nötig, mit Kontrastmittel (Bariumsulfat) gemacht. Besteht das Risiko, dass Kontrastmittel bei der Röntgenuntersuchung in den Bauchraum tritt, erhält der Patient statt Bariumsulfat ein jodhaltiges Kontrastmittel.
Mittels Röntgenstrahlen erkennt der Arzt so zum Beispiel entzündliche Darmerkrankungen (wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Magen-Darm-Tumoren, Polypen oder Fehlbildungen – auch Aussackungen der Darmwand, sogenannte Divertikel. Mit Kontrastmittel kann er zudem die Darmpassage besser beurteilen: Auf dem Röntgenbild kann der Arzt die Verteilung des Kontrastmittels im Verdauungstrakt nachvollziehen.
In der Urologie helfen Röntgenbilder bei der Darstellung der Nieren und der harnableitenden Wege. Große Nierensteine sind durch die Röntgenstrahlung zu erkennen, ebenso Nierenfehlbildungen (wie Doppelnieren, Hufeisenniere) oder Tumoren.
Das Gefäßsystem umfasst die Arterien, Venen und Lymphbahnen des Körpers. Eine Kontrastmittel-Röntgendarstellung der Arterien oder Venen heißt Angiographie. Diese Methode macht zum Beispiel arterielle Gefäßverschlüsse oder -engstellen sichtbar, die sich wegen einer Arteriosklerose gebildet haben.
Die Venen bilden den Teil des Blutkreislaufs, der das Blut zum Herzen führt. Ihr Aufbau unterscheidet sich von denen der Arterien. Wegen des geringeren Blutdrucks in Richtung Herz besitzen sie Venenklappen, die einen Rückfluss des Bluts verhindern sollen. Auch hier werden mittels Röntgenbilder Gefäßverschlüsse (Thromben) sichtbar, ebenso Veränderungen an den Venenklappen (wie sie bei Krampfadern vorkommen).
Erkrankungen des Bewegungsapparats, insbesondere der Knochen beziehungsweise der Gelenke, lassen sich durch Röntgen gut feststellen; ob es der Knochenbruch, die Osteoporose, rheumatische Veränderungen oder Erbkrankheiten wie die Chondrodysplasie sind.
Die Mammographie ist eine besondere Röntgen-Form. Mit ihrer Hilfe wird die weibliche Brust (sehr selten die männliche), mittels spezieller Geräte untersucht.
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