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Stand: 26. Februar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
So vielfältig die Einsatzmöglichkeiten der Endoskopie (Spiegelung) in der Medizin sind, so unterschiedlich sind die heute verfügbaren Endoskope. Jedes Endoskop hat in seinem Aufbau eine Beleuchtungseinrichtung mit Kaltlicht und ein optisches System (Kamera).
Außerdem verfügen herkömmliche medizinische Endoskope über Spül- und Absaugvorrichtungen sowie über Kanäle zum Einführen von speziellen Instrumenten, wie beispielsweise Zangen zur Entnahme von Gewebeproben oder Ultraschallsonden für die sogenannte Endosonographie (ein Verfahren, bei dem Endoskopie und Ultraschall miteinander kombiniert sind). Mit diesen Zusatzvorrichtungen ausgestattet, ist ein Endoskop im Allgemeinen nicht dicker als 14 Millimeter. Die dünnsten Geräte, die in der Kinderheilkunde zum Einsatz kommen, haben einen Durchmesser von nur 5 Millimetern. Ein biegsames (flexibles) Endoskop kann bis zu 2 Meter lang sein und kommt beispielsweise für die Endoskopie des gesamten Dickdarms (sog. Koloskopie) zum Einsatz.
Weitere Unterschiede weisen die verschiedenen Endoskope im optischen System auf; außerdem sind Möglichkeiten zur Anwendung der Endoskopie je nach Endoskop-Typ unterschiedlich.
Je nach Einsatzgebiet erfolgt die Endoskopie (Spiegelung) mit einem starren oder einem flexiblen Endoskop. Starre Endoskope sind mit einer Optik ausgestattet, die aus einer Reihe nacheinander angeordneter Prismen und Linsen besteht. Ein starres Endoskop kann beispielsweise als sogenanntes Laparoskop bei der Endoskopie des Bauchraums, als Rektoskop bei der Endoskopie des Mastdarms, als Hysteroskop bei der Gebärmutteruntersuchung sowie als Bronchoskop bei der endoskopischen Betrachtung von Luftröhre und Bronchien zum Einsatz kommen.
Wo man mit einem starren Endoskop nicht hingelangen kann, kommen zur Endoskopie (Spiegelung) flexible (d.h. biegsame) Endoskope zum Einsatz. Bei einem solchen flexiblen Endoskop handelt es sich um ein Fiberendoskop, häufig kurz als Fibroskop bezeichnet. Das hier verwendete optische System besteht aus Glasfaserbündeln. Damit lässt sich ein größerer Raum bei größerer Helligkeit betrachten. Das Fibroskop ist zum Beispiel geeignet, um den gesamten Verdauungstrakt, die gesamten Atemwege sowie Harnwege, Gebärmutter, Eileiter, Blutgefäße oder auch die Tränengänge zu untersuchen.
Um während der Endoskopie (Spiegelung) die Bildwiedergabe auf einem Monitor zu ermöglichen (sog. Videoendoskopie), entwickelte man ein elektronisches Endoskop (sog. Videoendoskop): An dessen Spitze sitzt ein CCD-Bildwandlerchip, der als miniaturisierte Fernsehkamera fungiert. Das Videoendoskop stellt eine Weiterentwicklung des Fiberendoskops dar.
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