Startseite > Krankheiten > Gelenkerkrankungen > Sprunggelenksfraktur (Sprunggelenkbruch)
Stand: 20. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Sprunggelenksfraktur (Sprunggelenkbruch) ist die Knöchelgabel am Unterschenkel, die das obere Sprunggelenk bildet, gebrochen. Sprunggelenksfrakturen sind die häufigsten Bruchverletzungen der unteren Extremität.
Meistens liegt bei einem Sprunggelenkbruch ein Knöchelbruch am Wadenbein vor – dem Außenknöchel des Sprunggelenks. Je nachdem, wo am Außenknöchel die Sprunggelenksfraktur liegt, bezeichnet man sie als Weber-A-, Weber-B- oder Weber-C-Fraktur. Ein gebrochenes Sprunggelenk kann aber auch mit Frakturen am Innenknöchel und/oder Verletzungen der Bänder einhergehen: Beispiele hierfür sind die bimalleoläre und trimalleoläre Sprunggelenksfraktur sowie die sogenannte Maisonneuve-Fraktur.
Eine Sprunggelenksfraktur entsteht überwiegend durch Unfälle wie Umknicken oder Verdrehen des Knöchels. Demnach tritt der Sprunggelenkbruch oft als Sportverletzung oder bei Freizeitaktivitäten auf, häufig beim Laufen oder Rennen und Springen.
Die Diagnose der Sprunggelenksfraktur erfolgt anhand der vorliegenden Symptome sowie mithilfe von Röntgen, Computertomographie und Magnetresonanztomographie. Dabei kann der Arzt feststellen, ob neben dem Sprunggelenkbruch Begleitverletzungen von Bändern und Sehnen vorliegen.
Wie bei der Sprunggelenksfraktur die Therapie aussieht, hängt davon ab, welches Ausmaß die Verletzungen haben und wo genau sich die Fraktur befindet. Unter Umständen reicht es aus, das gebrochene Sprunggelenk im Gipsverband ruhig zu stellen. Der Sprunggelenkbruch kann zur Behandlung aber auch eine Operation erfordern, um das Sprunggelenk mit Schrauben zu fixieren.
Bei fachgerechter Behandlung und Krankengymnastik als Rehabilitation (Reha) nach der Sprunggelenksfraktur verläuft die Heilung in der Regel gut. In den meisten Fällen gelingt es nach einem Sprunggelenkbruch, die Funktion des Sprunggelenks vollständig wiederherzustellen.
Da meist Unfälle und risikoreiche Sportarten zur Sprunggelenksfraktur führen, ist es ratsam, das Sprunggelenk beim Sport oder bei anderen Freizeitaktivitäten zu schützen: Hierzu sind stabile Schuhe mit hohem Schaft geeignet. Zusätzlich kann jeder das Risiko für einen Sprunggelenkbruch durch Koordinations- und Reflextraining sowie durch den Abbau von Übergewicht verringern.
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