Reaktive Arthritis, Reiter-Syndrom

Reaktive Arthritis, Reiter-Syndrom: Ursachen

Stand: 29. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die reaktive Arthritis sowie ihre Sonderform, das Reiter-Syndrom, haben in der Regel bakterielle Infektionen als Ursachen. Vor allem Infektionen des Darms (z.B. durch Salmonellen, Yersinien, Shigellen, Campylobacter) können eine reaktive Arthritis auslösen. Aber auch bestimmte Geschlechtskrankheiten (z.B. Chlamydien-Infektion oder Gonorrhö) haben unter Umständen eine reaktive Arthritis zur Folge. Sowohl die reaktive Arthritis als auch das Reiter-Syndrom sind also eine Folgeerkrankung nach einer bakteriellen Infektion.

Im Rahmen der Infektion gelangen einige Bakterien auch in Gelenke. Als Reaktion greift das Immunsystem offenbar Bakterien oder möglicherweise auch Bakterienpartikel in den Gelenken an. Die entzündlichen Prozesse, die dabei entstehen, können schließlich beim Betroffenen zu Beschwerden wie Gelenkschmerzen führen. Welche Abläufe im Detail dazu führen, dass eine reaktive Arthritis oder ein Reiter-Syndrom auftritt, ist noch nicht vollständig geklärt.

Bekannt ist jedoch, dass Personen, die ein bestimmtes genetisches Zellmerkmal – das Histokompatibilitäts-Antigen HLA-B27 – besitzen, ein höheres Risiko haben, an einer reaktiven Arthritis beziehungsweise am Reiter-Syndrom zu erkranken. Ein Großteil der Erkrankten weist das Antigen HLA-B27 auf. HLA-B27 findet man auch bei einer Vielzahl von Personen mit anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen (z.B. Morbus Bechterew).

Weiterlesen: Reaktive Arthritis, Reiter-Syndrom: Symptome

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