Reaktive Arthritis, Reiter-Syndrom

Reaktive Arthritis, Reiter-Syndrom: Definition

Stand: 29. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine reaktive Arthritis kann als Folge einer bakteriellen Infektion wie einem Darminfekt oder einer Infektion der Harnwege und der Geschlechtsorgane zu Gelenkentzündungen führen. Im Verlauf der Erkrankung sind häufig auch weitere Körperbereiche von entzündlichen Prozessen betroffen.

Das Reiter-Syndrom ist eine Sonderform der reaktiven Arthritis, bei der typischerweise Symptome in drei Körperbereichen auftreten. Diese sogenannte Reiter-Trias besteht aus:

Da beim Reiter-Syndrom nicht nur die Gelenke betroffen sind, sprechen Mediziner auch von einer reaktiven Arthritis mit extraartikulärer Beteiligung (extraartikulär = außerhalb eines Gelenks gelegen). Die Bezeichnung Reiter-Syndrom geht auf den Berliner Bakteriologen Hans Reiter (1881-1969) zurück. Aufgrund seiner aktiven Beteiligung am Nationalsozialismus gilt die Benennung nach ihm als umstritten.

Häufigkeit

In Deutschland tritt eine reaktive Arthritis bei etwa 50 von 100.000 Einwohnern auf, bei Männern und Frauen gleichermaßen. Die meisten Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Erkrankung zwischen 20 und 40 Jahren alt. Ein Reiter-Syndrom entwickelt sich dagegen vor allem bei jungen Männern.

Weiterlesen: Reaktive Arthritis, Reiter-Syndrom: Ursachen

Das könnte Sie auch interessieren

Gelenkerkrankungen

Gelenkerkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema Gelenkerkrankungen von A-Z. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.