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Stand: 31. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei der Radiusfraktur (Speichenbruch) zielt die Therapie darauf ab, die normale Beweglichkeit der Hand wiederherzustellen. Voraussetzung dafür ist, dass man die Knochenenden in ihre ursprüngliche Stellung bringt. Eine solche Reposition (lat. reponere = wieder hinsetzen) kann bei der Radiusfraktur sowohl konservativ (d.h. nicht-operativ) als auch mithilfe einer Operation erfolgen.
Wenn Sie eine einfache Radiusfraktur (Speichenbruch) haben, bei der das Handgelenk nicht betroffen ist, reichen zur Therapie nicht-operative Maßnahmen. Die konservative Therapie besteht darin, den Bruch durch manuelle Reposition (reponieren = wieder zurück in die normale Lage bringen) zu stabilisieren. In der Regel kommt bei diesem Verfahren der sogenannte Mädchenfänger zum Einsatz: Das heißt: Man hängt Ihren Arm unter Narkose an drei Fingern (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) auf und befestigt ein Gewicht von drei Kilogramm am Oberarm. Dann bringt der Arzt die Knochenenden durch Druck in die richtige Position. Um das Repositionsergebnis der Radiusfraktur während der Behandlung kontrollieren und gegebenenfalls sofort korrigieren zu können, kommt zusätzlich ein Röntgendurchleuchtungsgerät zum Einsatz. Wenn die Gelenkstellung achsgerecht und anatomisch korrekt wiederhergestellt ist, bekommen Sie einen Gipsverband, um den Arm ruhig zu stellen, damit die Knochen problemlos zusammenwachsen können.
Auch bei einer Radiusfraktur, bei der Knochen zwar gebrochen, die Knochenhaut jedoch intakt geblieben ist und so die Knochenbruchstücke stabilisiert (sog. Grünholzfraktur), ist eine konservative Therapie geeignet. Diese Art von Speichenbruch tritt vor allem bei Kindern auf, da ihr Knochenmantel noch weich und auf diese Weise vor einem Bruch geschützt ist.
Auch wenn der Unterarm durch einen Gipsverband ruhig gestellt ist, ist es bei einer Radiusfraktur ratsam, schon frühzeitig mit Bewegungsübungen der Finger, des Ellenbogens und der Schulter zu beginnen.
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