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Stand: 31. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Radiusfraktur (Speichenbruch) ist ein Unterarmbruch, der nur einen der beiden Knochen im Unterarm betrifft: die Speiche (Radius). Der zweite Unterarmknochen ist die Elle (Ulna). Elle und Speiche bilden die knöcherne Verbindung zwischen Hand- und Ellenbogengelenk. Dabei liegt die Elle an der Außenseite des Unterarms und übernimmt dessen Führung im Ellenbogengelenk. Die Speiche dagegen liegt an der Innenseite (Daumenseite) und trägt die Hand einschließlich der Handwurzelknochen.
Typischerweise bricht die Speiche nahe am Handgelenk. Diese sogenannte distale Radiusfraktur ist die häufigste Fraktur des Menschen überhaupt. Dabei können je nach Unfallhergang verschiedene Frakturformen entstehen; dabei sind zwei besonders wichtig:
Bei Kindern tritt die Radiusfraktur häufig in Form einer sogenannten Grünholzfraktur auf, das heißt der Knochen ist zwar gebrochen, die Knochenhaut jedoch intakt. Tritt ein Speichenbruch zusammen mit einer Gelenkverrenkung der Elle am Handgelenk auf, spricht man von der Galeazzi-Fraktur.
Die Radiusfraktur (Speichenbruch) tritt mit großer Häufigkeit auf: Etwa ein Viertel aller Knochenbrüche beim Menschen sind Radiusfrakturen. Dabei bricht die Speiche zu 90 Prozent nahe am Handgelenk: Jedes Jahr ziehen sich in Deutschland etwa 200.000 Menschen eine solche distale Radiusfraktur zu. Meist sind Kinder zwischen 6 und 10 Jahren betroffen, da sie öfter stürzen. Ein weiterer Häufigkeitsgipfel liegt im Alter zwischen 60 und 70 Jahren. Der Grund: Im höheren Alter oder bei einer durch Osteoporose veränderten Knochstruktur ist die Knochenstabilität vermindert. Dann ist das Risiko einer Radiusfraktur bei jedem Sturz wesentlich erhöht.
Die proximale Radiusfraktur – also ein Speichenbruch nahe am Ellenbogen – weist nur eine geringe Häufigkeit auf.
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