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Morbus Sudeck (CRPS I)

Morbus Sudeck: Ursachen

Stand: 25. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Worin der Morbus Sudeck (CRPS I) seine Ursachen hat, ist bisher nicht geklärt. In den meisten Fällen tritt ein komplexes regionales Schmerzsyndrom nach einer – oft geringfügigen – Verletzung oder nach einer Operation auf. Mögliche Auslöser sind:

Wie stark der Morbus Sudeck ausgeprägt ist, steht aber nicht unbedingt im Zusammenhang mit der Schwere der auslösenden äußeren Einwirkung. Anders als beim CRPS II ist beim CRPS I auch keine deutliche Nervenverletzung festzustellen. In vielen Fällen war die betroffene Gliedmaße vor dem Auftreten des Morbus Sudeck über längere Zeit ruhig gestellt. Vermutlich hat das CRPS I seine Ursachen in einer gestörten Schmerzweiterleitung im zentralen Nervensystem (ZNS, d.h. Gehirn und Rückenmark), was zu einer überschießenden Reaktion des Sympathikus – eines Teils des nicht vom Willen beeinflussbaren Nervensystems – führt.

Womöglich spielen bei Morbus Sudeck auch seelische (psychische) Faktoren als Ursachen eine Rolle: Menschen mit CRPS I zeigen häufig bestimmte psychische Symptome wie Depressionen, Ängste und Gefühlsschwankungen (emotionale Labilität). Außerdem finden sich im Leben der von Morbus Sudeck Betroffenen im Vorfeld häufig belastende Ereignisse: Bei Erwachsenen sind dies beispielsweise Todesfälle, Krankheiten sowie finanzielle oder berufliche Schwierigkeiten. Bei Kindern kommen als mögliche Auslöser für den Morbus Sudeck die Trennung von Bezugspersonen, instabile Familienverhältnisse, aber auch alltäglichere Schwierigkeiten wie Probleme in der Schule infrage.

Weiterlesen: Morbus Sudeck: Symptome

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