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Stand: 25. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Während Chirurgen oder Orthopäden einen Meniskusriss früher offen operieren mussten, kann heute die Mehrzahl der Fälle mittels einer Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) unter Teil- oder Vollnarkose behandelt werden. Die Meniskus-OP ist sowohl ambulant möglich, in bestimmten Fällen ist bei einem Meniskusschaden aber auch eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus notwendig. Der Krankenhausaufenthalt dauert selten länger als eine Woche. Eine offene Meniskus-OP ist in der Regel nur noch nötig, wenn zusätzlich zum Meniskusriss auch Knochen oder Bänder verletzt sind.
Es gibt zwei Formen der Meniskus-OP: die am häufigsten durchgeführte Meniskusteilentfernung und die Meniskusnaht.
Bei der Meniskusteilentfernung entfernt der Chirurg alle zerstörten und beweglichen Meniskusanteile. Ist das Kniegelenk instabil oder bei einer Beinachsenfehlstellung kann der Operateur auch künstliche Bänder einsetzen oder den Knochen chirurgisch korrigieren (Osteotomie). Da vor allem bei jüngeren Betroffenen nach fast vollständiger Entfernung des Meniskus ein frühzeitiger Gelenkverschleiß droht, kann in Einzelfällen ein Meniskusteilimplantat aus Kollagen eingesetzt werden.
Mithilfe der Meniskusnaht soll der Meniskus wiederhergestellt und das Knorpelgewebe möglichst vollständig erhalten bleiben. Nach Glättung der Rissränder bringt der Operateur den Meniskus mit einer Naht in seine ursprüngliche Form zurück. Diese Methode eignet sich bevorzugt für jüngere Patienten mit Meniskusriss, deren Meniskus keine wesentliche Abnutzung aufweist.
In vielen Fällen kommen bei einem Meniskusriss beide Therapie-Verfahren (Meniskusteilentfernung und Meniskusnaht) kombiniert zum Einsatz, um möglichst viel gesundes Knorpelgewebe zu erhalten.
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