Startseite > Krankheiten > Gelenkerkrankungen > Mausarm (RSI-Syndrom, Repetitive Strain Injury) > Definition
Stand: 18. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die umgangssprachliche Bezeichnung Mausarm steht für das RSI-Syndrom beziehungsweise die Repetitive Strain Injury (übersetzt Verletzung durch wiederholte Belastung). Hiermit sind per Definition Störungen gemeint, bei denen die Bewegungen der Unterarme und Hände überlastungsbedingt schmerzhaft eingeschränkt sind. Diese Bewegungseinschränkungen entstehen infolge jahrelanger, mehrere Stunden am Tag andauernder, immer gleicher Bewegungsabläufe. Gemeint ist dabei vor allem eine pausenlose Tätigkeit an Tastenschreibgeräten, speziell an Computern (daher Mausarm). Die vom RSI-Syndrom verursachten Beschwerden können abhängig von der jeweiligen Bewegungsanforderung am Arbeitsplatz und der individuellen Veranlagung verschiedene Gewebe wie Nerven, Sehnen, Muskeln, Gelenke oder das Bindegewebe betreffen.
Beim Mausarm (RSI-Syndrom, Repetitive Strain Injury) sind die Angaben zur Häufigkeit nur ungenau. Der Grund: Es liegen noch keine eindeutig definierten Kriterien vor, anhand deren das RSI-Syndrom beziehungsweise der Mausarm feststellbar ist. Die entsprechenden RSI-Symptome finden sich bei etwa drei bis vier Prozent der berufstätigen Bevölkerung. Bei Menschen, die während ihrer Arbeit bestimmte schnelle Bewegungen der Arme beziehungsweise Finger ständig wiederholen müssen (Computertätigkeit, Fließbandarbeit), tritt der Mausarm mindestens doppelt so häufig auf wie bei anderen Berufstätigen.
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