Systemischer Lupus erythematodes (SLE)

Systemischer Lupus erythematodes: Verlauf

Stand: 15. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein systemischer Lupus erythematodes (SLE) nimmt einen chronischen, über Jahre anhaltenden Verlauf, der sich durch einen frühen Therapiebeginn positiv beeinflussen lässt. Obwohl eine völlige Heilung der Autoimmunkrankheit nicht möglich ist, lässt sie sich dank verschiedener Wirkstoffe ganz gut in den Griff bekommen.

Entsprechend hat ein systemischer Lupus erythematodes heute eine bessere Prognose: Die Lebenserwartung der Betroffenen hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark verbessert, dass über 90 Prozent nach der Diagnosestellung die nächsten zehn Jahre überleben – in den 1960er Jahren waren es nur 20 bis 30 Prozent. Dieser günstigere Verlauf ist vor allem auf die verbesserten Medikamente und die engere Betreuung zurückzuführen.

Ein systemischer Lupus erythematodes kann im weiteren Verlauf zu verschiedenen Komplikationen führen. Zu den schweren, unter Umständen lebensbedrohlichen Komplikationen zählen Beteiligungen der Nieren sowie des ZNS (zentrales Nervensystem: Gehirn und Rückenmark) oder anderer Organe. Erstere führen in einigen Fällen zu chronischen Nierenerkrankungen, die eine Dialyse nötig machen. Eine Nierenbeteiligung kann unter Umständen zu einem Nierenversagen oder einer Nierenschädigung führen. Da die Therapie des systemischen Lupus erythematodes größtenteils darauf abzielt, das Immunsystem zu unterdrücken, sind Infektionen oder Tumorerkrankungen mögliche Komplikationen der Behandlung. Schwere Infektionen zählen zu den häufigsten Todesursachen bei SLE.

Weiterlesen: Systemischer Lupus erythematodes: Verlauf – Sonderformen des Lupus erythematodes

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