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Gicht

Gicht: Vorbeugen

Stand: 2. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Da die Gicht in der Regel durch erbliche Veranlagung entsteht, können Sie ihr nicht vorbeugen.

Bei einer bestehenden Gicht können Sie allerdings einiges tun, um Gichtanfälle oder eine chronische Gicht zu verhindern: So können Sie beispielsweise Ihre Medikamente regelmäßig einnehmen, die Ihr Arzt Ihnen zur Senkung des erhöhten Harnsäurespiegels im Blut (Hyperurikämie) verordnet hat.

Die richtige Ernährung spielt nicht nur bei der Behandlung von Gicht eine wichtige Rolle, sondern ist auch eine wirksame Maßnahme zum Vorbeugen von Gichtanfällen oder einer chronisch verlaufenden Gicht: Mit einem geeigneten Ernährungsplan können Sie die Gicht möglicherweise so positiv beeinflussen, dass Ihr Arzt Ihre Medikamente in geringerer Dosierung verabreichen oder sie sogar völlig absetzen kann. Die allgemeinen Tipps zur Ernährung bei Gicht lauten:

  • Abbau von Übergewicht: Es ist wichtig, dass Ihr Body-Mass-Index (BMI) kleiner als 25 ist. Bei einer Gewichtsabnahme ist aber auf völliges Fasten zu verzichten.
  • Purinarme Kost: Essen Sie bei Gicht purinreiche Nahrungsmittel nur in geringen Mengen, da der Körper die in der Nahrung enthaltenen Purine zu Harnsäure umbaut. Eine purinarme Ernährung bei Gicht hilft, den Harnsäurespiegel zu senken beziehungsweise zu stabilisieren. Die unten stehende Tabelle listet Lebensmittel auf und gibt an, wie viel Harnsäure im Körper aus ihnen entsteht.
  • Alkoholverzicht: Verzichten Sie bei Gicht möglichst auf Alkohol, da er zu einem Anstieg der Harnsäurekonzentration im Blut führt. Vor allem Alkoholexzesse und auch dauerhafter Alkoholkonsum sind ungünstig, da sie einen erneuten Gichtanfall auslösen können.
  • Hohe Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie viel, mindestens zwei Liter täglich, am besten in Form von Mineralwasser, Kräutertee und/oder Früchtetee. Übrigens: Kaffee, schwarzen Tee oder Kakao können Sie – trotz der darin enthaltenen Purine – zusätzlich bedenkenlos trinken, da der Organismus sie nicht in Harnsäure umwandelt und sie so den Harnsäurespiegel nicht erhöhen.
Menge Lebensmittel daraus sich ergebende
Harnsäure in Milligramm
1 Glas (150 ml) Milch 0
100 g Quark 0
125 ml Bohnenkaffee oder Tee 0
5 g Kaviar 1
30 g Speck 3
30 g Gouda, 45% F.i.Tr. 5
10 g Zwieback 6
50 g Zwiebeln 8
30 g Camembert, 45% F.i.Tr. 9
100 g Vanilleeis 10
200 g Salatgurke 12
20 g (Esslöffel) Tomatenketchup 12
150 ml Cola 15
50 g Brötchen 20
200 g Tomaten 20
150 g Äpfel 23
200 ml Orangensaft 24
125 g Weintrauben 25
250 ml Bier (Pils) 25
200 g Kartoffeln, gekocht 30
125 g Erdbeeren 31
125 g Teigwaren eifrei, gekocht 38
25 g Sonnenblumenkerne 40
125 g Naturreis, gekocht 44
100 g Tofu 70
100 g Soja-Knackwurst 100
200 g Spinat 100
200 g Rosenkohl 120
115 g Bockwurst 127
125 g Putenschnitzel, Rohgewicht 150
125 g Rinderfilet, Rohgewicht 188
150 g Scholle, ohne Haut, Rohgewicht 195
150 g weiße Dosenbohnen 195
125 g Schweinefilet, Rohgewicht 213
125 g Entenbraten mit Haut 225
150 g Forelle mit Haut, Rohgewicht 300
200 g grüne Erbsen 300
125 g Kalbsleber, Rohgewicht 325
100 g Ölsardinen 350
100 g Sprotten 500
125 g Kalbsbries, Rohgewicht (Thymus) 1.125

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