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Stand: 2. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Gicht hat meist erbliche Ursachen: Erblich bedingte (genetische) Veränderungen haben zur Folge, dass der Körper entweder
In beiden Fällen erhöht sich der Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie). In der Folge entstehen bei einer Gicht Harnsäurekristalle, die sich dann vor allem in Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnen ablagern und zu schmerzhaften Gelenkentzündungen führen können.
Aber auch bestimmte Erkrankungen kommen als Gicht-Ursachen infrage: Zum einen kann sich der Harnsäurespiegel krankhaft erhöhen, wenn (wie z.B. bei Leukämie) viele körpereigene Zellen absterben, wodurch vermehrt Harnsäure entsteht. Und auch wenn die Harnsäure-Ausscheidung blockiert ist (wie z.B. bei Niereninsuffizienz), kann dies eine Gicht auslösen.
Zudem spielt die Ernährung bei der Entstehung von Gicht eine große Rolle. Vor allem sogenannte Purine, die wir über die Nahrung aufnehmen, wirken sich hierbei begünstigend aus: Purine sind Naturstoffe, die der Körper selbst herstellt und die wir mit der Nahrung aufnehmen. Aus ihnen bildet der Organismus (über den sog. Purinstoffwechsel) Harnsäure. Zu den Nahrungsmitteln, die viele Purine enthalten, gehören zum Beispiel Innereien und Fleisch. Wer erblich vorbelastet ist und sich regelmäßig purinreich ernährt, erhöht dauerhaft den Harnsäurespiegel und fördert damit die Gicht. Und auch ein akuter Gichtanfall hat seine Ursachen oft darin, dass man eine große Menge purinreicher Lebensmittel verzehrt oder übermäßig Alkohol getrunken hat.
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