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Stand: 2. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Gicht ist neben der akuten Therapie des Gichtanfalls eine Dauertherapie wichtig, um weitere Gichtanfälle zu verhindern und einen dauerhaften Verlauf (chronische Gicht) zu vermeiden. Dazu ist es nötig, den erhöhten Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) zu senken und auf lange Sicht zu stabilisieren. Das Ziel besteht darin, Ihren Harnsäurespiegel im Blutplasma auf einen Wert von etwa 5,5 bis 6,5 Milligramm pro Deziliter zu bringen – dann sind Sie gut eingestellt.
Bei der dauerhaften Gicht-Therapie spielt die Umstellung der Ernährung eine wichtige Rolle: Die richtige Ernährung bildet bei Gicht die Grundvoraussetzung dafür, dass die Dauertherapie im Kampf gegen einen zu hohen Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) und somit gegen Gicht erfolgreich ist. Die richtige Diät senkt und stabilisiert den Harnsäurespiegel und beeinflusst den Verlauf der Gicht so günstig, dass Sie weniger Medikamente einnehmen oder sogar ganz auf sie verzichten können. Deswegen empfiehlt sich bei Gicht Folgendes:
Von der purinarmen Kost, bei der Sie als Dauertherapie die tägliche Purinzufuhr dauerhaft auf 170 Milligramm Purine begrenzen, ist die zur Gicht-Behandlung über einen begrenzten Zeitraum infrage kommende streng purinarme Kost zu unterscheiden: Bei dieser Diät nehmen Sie höchstens 100 Milligramm Purine pro Tag zu sich. Da bei dieser Gicht-Diät aber ein aufwendiger Ernährungsplan nötig ist und die geeigneten Lebensmittel sorgfältig auszuwählen sind, erfolgt diese strenge Einschränkung der Purinzufuhr am besten nur unter stationären Bedingungen.
Zur dauerhaften Gicht-Therapie erhalten Sie auch Medikamente, die den Harnsäurespiegel dauerhaft senken können. Zur Dauertherapie geeignete Mittel gegen Gicht sind:
Zu Beginn der Gicht-Dauertherapie erhalten Sie womöglich Urikosurika und Urikostatika gleichzeitig. Nach mehreren Monaten ist es möglich, zu einer alleinigen Therapie mit Urikostatika, welche die Harnsäurebildung hemmen, zu wechseln.
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