Startseite > Krankheiten > Gelenkerkrankungen > Gicht > Definition
Stand: 2. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Gicht tritt in Gebieten mit hohem Lebensstandard mit wesentlich größerer Häufigkeit auf als beispielsweise in Entwicklungsländern. Dies ist auf die unterschiedliche Ernährung zurückzuführen: Besonders der übermäßige Konsum von Lebensmitteln wie Innereien und Fleisch sowie von Alkohol können die Entstehung der Gicht fördern.
In Wohlstandsgebieten ist mit einer Häufigkeit der Gicht von 1 bis 2 Prozent zu rechnen, wobei zu 95 Prozent Männer, meist im Alter von über 50 Jahren, betroffen sind.
Früher nannte man die Gicht im Volksmund Zipperlein und betrachtete sie als eine Krankheit der Wohlhabenden. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts unterschied man nicht zwischen Rheuma und Gicht. Erst ein Jahrhundert später, im Jahr 1797, entdeckte William Hyde Wollaston erstmals Harnsäure-Kristalle in Gichtknoten (sog. Gichttophi). Aber erst 50 Jahre später erkannte man, dass es sich um eine Stoffwechselstörung handelt. Bis zu diesem Zeitpunkt ging man von einer Störung der Körpersäfte aus. Schon früh war jedoch bekannt, dass ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung und erhöhtem Fleisch- und Alkoholkonsum besteht.
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