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Stand: 23. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein Ganglion (Überbein) ist eine unter der Haut gelegene und mit klarer, zäher Flüssigkeit gefüllte Kammer (sog. Zyste), die mit der darunterliegenden Gelenkkapsel oder Sehnenscheide verbunden ist. Es bildet ein Knötchen, das etwa erbsen- bis kirschgroß werden kann. Diese Schwellung ist prall-elastisch und meist von außen sichtbar.
Ganglien zählen zu den sogenannten Weichteiltumoren, wobei der Begriff Tumor rein im Sinne einer Schwellung zu verstehen ist: Ein Ganglion ist harmlos. Die als Mycin bezeichnete Flüssigkeit im Ganglion besteht überwiegend aus Hyaluronsäure.
Meist tritt ein Ganglion am Handgelenk oder an den Gelenken der Finger auf, seltener am Knie oder am Fuß. Ein Überbein kann einzeln auftreten, es können sich aber auch an verschiedenen Stellen mehrere Überbeine gleichzeitig bilden.
Das Ganglion (Überbein) ist der häufigste gutartige Weichteiltumor an der Hand. Allgemein treten Ganglien zwischen dem 10. und 50. Lebensjahrzehnt auf. Ihre Häufigkeit nimmt bei jüngeren Menschen zu und ist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr am höchsten. Frauen sind etwa dreimal so oft betroffen wie Männer.
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