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Stand: 18. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Baker-Zyste ist eine in der Kniekehle meist mittig gelegene, flüssigkeitsgefüllte Aussackung. Ihr Name stammt von dem Erstbeschreiber W. M. Baker, einem englischen Chirurgen des 19. Jahrhunderts aus London.
Die Baker-Zyste kann verschiedene Ausgangspunkte haben. Sie kann von muskulären Strukturen ausgehen, wie dem Wadenmuskel (Musculus gastrocnemicus) oder der Beugemuskulatur des Oberschenkels wie dem Musculus semimembranosus. Auch kann die Zyste eine direkte Aussackung der hinteren Kniegelenkkapsel mit stielartiger Verbindung zum Gelenk darstellen. Hierbei spricht man im eigentlichen Sinne von der Baker-Zyste.
Eine Baker-Zyste kann von außen betrachtet einem Tumor der hinteren Kniekehle ähneln. Daher muss stets eine bösartige Erkrankung ausgeschlossen werden. Kommt es zur Ruptur der Zyste – also einem Riss, bei dem Flüssigkeit ins Gewebe austritt – schwillt das betroffenen Gebiet an und ein Schmerz tritt auf, welcher stärker wird, wenn man darauf drückt. Dieser Zustand kann leicht mit einer tiefen Beinvenenthrombose verwechselt werden.
Eine Baker-Zyste ist in keinem bestimmten Lebensalter mit größerer Häufigkeit zu finden. Im Kindesalter kommt es bei Jungen doppelt so häufig wie bei Mädchen zu einer Baker-Zyste. Allerdings bilden sich bei Kindern seltener Zysten in der Kniekehle. Überwiegend tritt eine Baker-Zyste im mittleren und fortgeschrittenen Lebensalter auf.
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