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Stand: 19. April 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Arthrose (Gelenkverschleiß) entwickelt sich schleichend – und trifft nicht nur ältere Menschen. Typisch für eine beginnende Arthrose sind Gelenkschmerzen, die vor allem nach Ruhephasen auftreten: ein scharfer, plötzlicher Schmerz, der schließlich bei weiterer Bewegung nachlässt.
Bei Arthrose kommt es zu einem Schaden am Gelenkknorpel – Ursachen sind häufig eine übermäßige oder falsche Belastung des Gelenks, aber auch Bewegungsmangel. Ebenso können Verletzungen oder angeborene Knorpeldefekte einen vermehrten Gelenkverschleiß bewirken.
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Oft betrifft die Arthrose das Hüftgelenk oder das Kniegelenk. Sie beginnt damit, dass sich der Gelenkknorpel langsam, aber fortlaufend abbaut. Hinzu treten Umbauprozesse im angrenzenden Knochen. Unbehandelt führt die Erkrankung im Spätstadium zu einer beschädigten oder zerstörten Gelenkfläche.
Durch den Gelenkverschleiß kommt es zu Gelenkschmerzen. Zudem können sich die Gelenke im weiteren Verlauf versteifen und verformen. Unter bestimmten Bedingungen verstärken sich die Schmerzen, etwa bei kühlem und feuchtem Wetter sowie bei bestimmten körperlichen Belastungen (z.B. bei stoßartigen Bewegungen wie beim Hinabsteigen einer Treppe). Typisch für eine Arthrose ist auch der sogenannte Anlaufschmerz: Er tritt auf, wenn sich der Betroffene nach einer längeren Ruhephase wieder bewegt. Im Laufe der Bewegung lässt der Schmerz aber recht rasch wieder nach. Auch typisch bei Arthrose: Die Gelenke fühlen sich in der ersten halben Stunde nach dem Aufstehen oft steif an.
Um eine Arthrose festzustellen, fragt der Arzt den Betroffenen nach seinen Beschwerden:
Nach der Befragung untersucht der Arzt den Arthrose-Patienten. Bei dieser körperlichen Untersuchung kann der Arzt zum Beispiel feststellen, ob das Gelenk sich normal und schmerzfrei bewegen lässt.
Außerdem wichtig: Mithilfe eines Röntgenbildes lässt sich das Ausmaß des Gelenkverschleißes gut beurteilen. Das Röntgen zählt daher zu den Standarduntersuchungen bei Verdacht auf eine Arthrose.
Erfolgt eine geeignete Therapie früh genug, kann dies Schmerzen lindern und verhindern oder zumindest hinauszögern , dass das Gelenk versteift. Bessern nicht-operative (konservative) Therapien die Schmerzen nicht, oder ist das Gelenk in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, kann ein operativer Gelenkersatz nötig sein. Solche Operationen erfolgen sehr häufig und zählen zu den Routineeingriffen der Orthopädie und Unfallchirurgie. Typische Beispiele sind ein künstliches Kniegelenk oder ein künstliches Hüftgelenk, meist in Form einer sogenannten Totalendoprothese (TEP), bei der der Operateur das gesamte Gelenk durch ein künstliches ersetzt.
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