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Stand: 24. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer fortgeschrittenen Arthrose (Gelenkverschleiß) ist die endgültige Therapie oft der künstliche Gelenkersatz (Totalendoprothese, TEP). Am häufigsten wird das Hüftgelenk und am zweithäufigsten das Kniegelenk ersetzt. Aber auch bei den meisten anderen Gelenken kann man eine Endoprothese einsetzen.
Künstliche Gelenke halten abhängig vom Material durchschnittlich etwa 15 bis 20 Jahre. Danach ist es möglich, das alte künstliche Gelenk gegen eine neue Endoprothese auszutauschen. Oft hält dieses zweite Ersatzgelenk jedoch nicht mehr so lange wie das erste – und ein erneuter Austausch kann schwierig oder gar unmöglich sein. Daher wird besonders bei jüngeren Menschen der Zeitpunkt der Operation so lange wie möglich aufgeschoben. Die behandelnden Ärzte versuchen dann, die Symptome der Arthrose zunächst mit nicht-operativen Maßnahmen zu lindern. Sie sprechen dann von einer konservativen Therapie.
Ist eine Arthrose weit fortgeschritten und das instabile Gelenk operativ nicht mehr zu behandeln, wird eine Arthrodese (Gelenkversteifung) durchgeführt. In einer Operation verbindet der Arzt dabei die Knochen mit Schrauben und Metallplatten untereinander, sodass im erkrankten Gelenk keine Bewegung mehr möglich ist. Ziel der Arthrodese ist es, eine schmerzfreie Belastung zu ermöglichen. Die Patienten müssen allerdings in Kauf nehmen, dass sie das Gelenk nach dem Eingriff nur noch eingeschränkt bewegen können. Eine Arthrodese erfolgt in der Regel nur, wenn anderen Therapieversuche keinen Erfolg bringen.
Bei einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) kann man das Gelenk ausspülen (Lavage) und eventuell durch Abrieb entstandene Knochen- und Knorpelpartikel entfernen. Gleichzeitig lassen sich dabei raue Gelenkflächen glätten und neu gebildete Knochenvorsprünge abtragen. Eine neuere Studie stellt den Sinn dieser Methode jedoch in Frage: Die Ergebnisse lassen darauf schließen, das jedenfalls im Falle einer Gonarthrose (Kniearthrose) eine Arthroskopie keine Vorteile gegenüber einer konservativen Behandlung bringt.
Eine Osteotomie ist eine Operation, mit der sich die Position jener Knochen korrigieren lässt, die zu einer Arthrose führen. Hierzu durchtrennt der Chirurg in der Nähe des Gelenks Knochen und fügt sie wieder fest zusammen. Dies gleicht zum Beispiel Fehlstellungen wie die sogenannten X-Beine aus. Eine Osteotomie ist vor allem bei einer Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk sinnvoll.
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