Startseite > Krankheiten > Gelenkerkrankungen > Arthrose > Definition
Stand: 24. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Als Arthrose (Gelenkverschleiß) bezeichnet man den fortschreitenden, altersbedingten Knorpelabrieb in den Gelenken. Bei übermäßiger oder falscher Belastung kommt es zu Schmerzen im Gelenk und einer Gelenkversteifung. Auch durch Verletzungen oder angeborene Knorpeldefekte ist ein vermehrter Gelenkverschleiß möglich.
Die Arthrose beginnt mit einem Abbau des Gelenkknorpels. Im Anschluss kommt es zu Umbauprozessen im angrenzenden Knochen und zur Zerstörung der Gelenkfläche. Wenn sich Gewebe im Körper mit der Zeit immer weiter abnutzen oder zurückbilden, verwenden Mediziner dafür oft den Begriff "Degeneration". Die Arthrose zählt daher zu den degenerativen Gelenkerkrankungen.
Grundsätzlich kann eine Arthrose an jedem Gelenk entstehen. Am häufigsten tritt sie an Gelenken auf, die durch das Körperwicht besonders belastet werden. Hierzu gehören die Knie (Gonarthrose) und die Hüfte (Koxarthrose). Weitere häufig von Arthrose betroffene Gelenke sind die kleinen Wirbelsäulengelenke (Spondylarthrose) und die Gelenke an den Händen, insbesondere die:
Im gesunden Gelenk sorgt die Synovia dafür, dass bei Bewegungen möglichst wenig Reibung entsteht und Stöße gedämpft werden. Außerdem versorgt die klare Flüssigkeit den Gelenkknorpel mit Nährstoffen wie Glukose oder Aminosäuren. Aber auch Abfallprodukte werden mit ihrer Hilfe entsorgt.
Wichtigster und mengenmäßig größter Bestandteil der Gelenkschmiere ist die Hyaluronsäure. In Ruhe ist die Konsistenz der Synovia eher zäh, bei Bewegung wird sie deutlich dünnflüssiger. Die sogenannten viskoelastischen Eigenschaften der Gelenkschmiere hängen auch mit dem Molekulargewicht der körpereigenen Hyaluronsäure zusammen. Dabei gilt: Je höher das Molekulargewicht, desto ausgeprägter sind die viskoelastischen Eigenschaften der Synovia. Verändert sich die Zusammensetzung der Synovia – sinkt also zum Beispiel das Molekulargewicht der Hyaluronsäure oder deren Konzentration – hat dies nachteilige Auswirkungen: Ihre Funktion als Stoßdämpfer und Reibungsschutz lässt nach. Das kann den Gelenkknorpel auf Dauer angreifen.
Zwar kann übermäßige Bewegung dem Gelenk schaden – damit ein Gelenk gut funktioniert, muss es dennoch regelmäßig bewegt werden. Denn nur dann wird der Gelenkknorpel ausreichend über die Gelenkschmiere mit Nährstoffen versorgt. Ein dauerhafter Bewegungsmangel kann sich dagegen ungünstig auf die Struktur des Gelenkknorpels auswirken.
Weiterlesen: Arthrose: Definition – Häufigkeit
Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema Gelenkerkrankungen von A-Z. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.